AMD Ryzen – Eine neue Hoffnung für Team Rot?

Am 13. Dezember 2016 stellte die Advanced Micro Devices Cooperation, kurz AMD, in einem ausführlichen Livestream ihre neue CPU Serie: „Ryzen“ vor und veröffentlichte zum ersten Mal konkrete Zahlen und Fakten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Potenzial der neuen CPU Serie und erläutern einige der Features.

Zu Beginn der Präsentation gab AMD, vertreten durch ihren CEO Lisa Sun, einen Überblick über die reinen Hardware Spezifikationen. Jedes Modell der Desktop CPU „Summit Ridge“ wird demnach ausgestattet sein mit:

  • 8 physischen Kernen
  • 16 Threads
  • Taktfrequenzen von mindestens 3.4 Gigahertz pro Kern
  • 20 Megabyte L2 Cache + 8 Megabyte L3 Cache
  • Niedriger Stromverbrauch von maximal 95Watt

Die Werte der neuen CPU sind damit auf jeden Fall im Oberklasse Bereich angesiedelt und für den Bereich Gaming, sowie anspruchsvolle Anwendungen z. B.: 3D Modelle rendern oder Videobearbeitung durchführen mehr als geeignet. AMD veranschaulichte diese Prozesse anhand einiger „Live Demos“ bei dem natürlich ein „Gegner“ nicht fehlen durfte: Der 1100$ i7-6900k der Marke Intel, ebenfalls ausgestattet mit 8 Kernen und 16 Threads.

Im Zuge der Live Vorstellungen, welche meistens minimal zu Gunsten AMDs ausgingen, wurde ein weiterer Aspekt enthüllt. Eine vollständig neue Technologie: AMD SenseMI. Diese besteht aus 5 Features, welche mit der neuen AM4 Plattform eingeführt werden und die CPU optimieren:

  • „Neural Net Prediction“ & „Smart Prefetch“
  • „Pure Power“ & „Precision Boost“
  • „Extended Frequency Range“

Mithilfe der ersten beiden Technologien ermöglicht SenseMI der CPU, mit der Zeit eine Art Gedächtnis zu entwickeln. Leistung soll so bereits zugeordnet und bereitgestellt werden, bevor diese überhaupt notwendig ist, um ein reibungsloses Erlebnis aller Anwendungen zu ermöglichen. Die beiden nächsten Methoden werden von AMD dazu genutzt, die maximale Leistung des CPUs zu erhöhen. Durch „hunderte von Sensoren“ soll es, laut Lisa Sun, ermöglicht werden den Stromfluss in verschiedensten Teilen der CPU innerhalb von Millisekunden anzupassen. Dies würde zu einer enormen Steigerung der Leistung führen, während eine übermäßige Stromzufuhr verhindert wird. In den Live Vorstellungen siegte der vorgestellte Prozessor gegenüber seinem Kontrahenten bereits in dieser Hinsicht (AMDs 95 TDP vs. 140 TDP auf der Intel Seite).

Abgerundet wird der neue Prozessor durch eine, speziell für die Gaming Industrie entwickelte, Technologie: Der neue Chip erkennt, mithilfe der eingebauten Sensoren, wie stark die Wärmeabfuhr in seiner Umgebung ist. Je nach Situation lässt er sich so noch weiter über die eigentlich maximale Frequenz übertakten. Dies wäre vor allem bei Wasserkühlungen in High-End Gaming System vorteilhaft.

Zusammenfassung und Fazit:

Natürlich bemüht sich AMD bei der Vorstellung ihrer neuen CPU Serie um ein positives Erscheinungsbild. Doch selbst wenn man die vielen ausschweifenden Kommentare und Ankündigungen einmal rational wegdenkt, so erkennt man das große Potential der neuen Serie: massivste Leistung kombiniert mit intelligenter, hochmoderner Technik.

Doch auf einen wichtigen Aspekt warten wir bis zum heutigen Tage: Den Preis. Das Vergleichsmodell der Intel Serie kostet im Handel etwa 1100 US-Dollar und ist damit für viele Endnutzer schlichtweg zu teuer. Durch einen vergleichsweise niedrigen Preis von etwa 300-500$ könnte AMD hier einen großen Marktanteil, bestehend aus PC Enthusiasten, Gamern, Entwicklern, sowie Video- und Grafikdesignern für sich gewinnen. Die CPU erscheint aller Voraussicht nach im ersten Quartal des Jahres 2017.

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Quellen:

Original Livestream: https://youtu.be/4DEfj2MRLtA

AMD.com: http://www.amd.com/en-us