Cebit Highlights 2017

D!cononmy – No Limits!“. Unter diesem Motto startet die alljährliche CeBIT, die weltweit größte Fachmesse für Informationstechnik, am heutigen Montag auf dem Messegelände Hannover.

Was erwartet sie auf der CeBIT?

Auf die über 200.000 erwarteten Besucher freuen sich dieses Jahr mehr als 3000 Aussteller aus 70 verschiedenen Nationen. Partnerland 2017 ist das höchst technologisch fortschrittliche Japan. Im Zentrum stehen dieses Jahr die Themen: „Digitalisierung und Wirtschaft“ aus denen auch das Motto der Fachmesse entstand. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei das Thema „Datennutzung und Datenverarbeitung“. Die Zielgruppe liegt damit einmal mehr weniger auf Computer Enthusiasten, als auf internationalen Unternehmen und Technologie Begeisterten.

Hier sind einige Highlights der Fachmesse, die sie auf keinen Fall verpassen sollten:

1 – Partnerland Japan

Durch seine immer älter werdende Bevölkerung entschied sich die Regierung von Tokio die „Society 5.0“ Agenda zu starten, um durch fortschrittlichste Technologie den Alltag der Menschen zu erleichtern. Auf der CeBIT wird dies vor allem bei der Robotik deutlich, aber auch Exoskelette für den gesamten Körper, welche den natürlichen Bewegungsapparat unterstützen, werden auf der Fachmesse zur Schau gestellt. Andere lokale Firmen präsentieren Authentifizierungsmethoden durch biometrische Scans, wie sie aus Filmen bekannt sind.

2 – Drohnen

Die Entwicklung der kleinen, aber flinken Fluggeräte nahm in den letzten Jahren rapide zu. Mit hochauflösenden Kameras versehen, autonom Hindernissen ausweichend und noch vielen weiteren Features ist auch auf der CeBIT dieses Feld der neuen Technologien stark vertreten.

In diesem Jahr gibt es sogar einen Drohnenpark, ein Freigelände, in welchem verschiedenste alltägliche Anwendungsbeispiele für eine moderne, intelligente Drohne gezeigt werden. In naher Zukunft könnten diese dann bei großen Problemen an Ölplattformen oder auch Solaranlagen genutzt werden. Die Zielgruppe sind auch hier große Unternehmen, jedoch lohnt es sich für einen Eindruck das Außengelände zu besichtigen.

Im Innenbereich der Messe findet sich ein Areal der „Unmanned Systems & Solutions“, zu Deutsch: Unbemannte Systeme und Problemlösungen. Dort können sich Interessierte mit Fachleuten zum Thema Technik, aber auch rechtlichen Einzelheiten unterhalten.

3 – Digitale Automobile

Die Zukunft kann man hier live erleben. Auf der CeBIT gibt es für Besucher die Möglichkeit, in einem kleinen vollkommen autonom fahrenden Shuttle der Firma IBM herumzufahren. Schon einmal in einem Automobil ohne Lenkrad oder Fahrer gesessen?

Die Welt der Automobile wird in den nächsten Jahren einen großen Umschwung erfahren. Durch modernste Technologien werden selbstfahrende, selbstreagierende Fahrzeuge geschaffen, welche den Alltag erleichtern sollen. Erst kürzlich übernahm die Firma Intel für satte 14.4 Milliarden US Dollar das Start-up Mobileye, welches fortschrittliche Kameratechnik für Roboterwagen herstellt. Eingesetzt werden solche Technologien bereits heute in einigen Teilen der USA und auf der CeBIT bekommt man einen guten Eindruck, was bereits heute alles möglich ist. Der weltweit bekannte Vorreiter Tesla Motors ist ebenfalls vertreten und stellt neue Möglichkeiten der Energieeffizienz vor.

Eine „Weltneuheit“ verspricht VW den Besuchern der CeBIT. Durch Quantencomputer soll es dem Unternehmen bald möglich sein, individuelle Anti-Stau Berechnungen für Millionen von Fahrzeugen in realer Zeit durchzuführen. Dies würde das theoretische Ende aller Staus bedeuten und wäre für große Städte mit massiven Verkehrsproblemen, etwa in China, eine fantastische Zukunftsprognose.

4 – Roboter

Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt auch in diesem Jahr etwas mehr. Durch die technologischen Fortschritte, besonders im Partnerland Japan, gibt es auf dem Gebiet der Robotik und automatisierten Helfern viele neue Dinge zu entdecken.

Zum einen werden neue Errungenschaften auf dem medizinischen Gebiet vorgestellt, etwa intelligente Prothesen welche selbstständig Bewegungen erlernen und erkennen können. Auch das sogenannte kontroverse „Chippen“, das Einpflanzen von digitalen Chips unter die Haut, wird auf der diesjährigen CeBIT behandelt.

Abgerundet wird diese Technologiegruppe mit der Demonstration von Pflege-, sowie Dienstleistungsrobotern, welche den Alltag in Hotels, Altenheimen und weiteren Einrichtungen unterstützen und erleichtern sollen.

5 – Biotechnik

Dass Technologie nicht immer in einem Auto stecken muss, beweist sich auch an der diesjährigen Darstellung einer Gendatenbank. Diese riesige Datenbank arbeitet mit leistungsfähigen und effizienten Algorithmen um Resistenz Schnelltests von organischen Lebewesen, etwa Bakterien auf Antibiotika, durchzuführen.

6 – Fuckup-Nights

Eine persönliche Empfehlung der FoxFire Consulting GmbH ist die sogenannte „Fuckup-Night“, welche in der Scale11-Halle am 20. und 21. März stattfindet.

Hier erzählen Unternehmen von ihren ersten Anläufen in der Wirtschaft und persönlichen Fehlschlägen, welche langfristig zu Misserfolgen und meistens Aufgabe ihrer frühen Unternehmensidee folgten. Gerade für Jungunternehmer, oder Inhaber eines eigenen Start-Ups auf jeden Fall lohnenswert. Die erfahrungsgemäß humorvolle Atmosphäre ist aber auch für allgemein Interessierte wärmstens zu empfehlen. Hier kann man immer etwas mitnehmen!

 

Die CeBIT findet vom 20. bis zum 24. März 2017 statt. Offizielle Website: http://www.cebit.de/

 

FoxFire Consulting

 

Scrum – Projektmanagement der Zukunft

Einführung

Bei Scrum handelt es sich um ein etabliertes Vorgangsmodell aus der IT-Branche das in der Software-Entwicklung entstanden ist und sich mittlerweile zu einem Industrie-Standard entwickelt hat. Dabei besticht Scrum vor allem durch flexbible und moderne Arbeitsabläufe die eine agile Umsetzung von Projekten ermöglichen – dadurch ist Scrum mittlerweile nicht nur bei der Umsetzung von IT-Projekten beliebt sondern konnte sich auch in anderen Branchen, fernab von Software und Codezeilen, etablieren.

Im Kern ist Scrum durch folgende Rollen definiert:

  • Ein Product Owner – dieser entscheidet über die Umsetzung von einzelnen Features und priorisiert einzelne fachliche Anforderungen.
  • Scrum Master – Managed das Projekt und stellt sicher dass die definierten Abläufe sinnvoll eingehalten werden.
  • Team – Setzt das Projekt des Product Owners um.

Bei der Umsetzung werden je nach Definition der Zeitabläufe in regelmäßigen Abständen mit dem Product Owner Arbeitspakete, sogenannte User-Storys, im Backlog eingepflegt. Daraufhin entstehen je nach Priorisierung der einzelnen User-Storys sogenannte Sprints die in einem konkreten Zeitrahmen soweit wie möglich inklusive Dokumentation umgesetzt werden. Dabei können sich User-Storys noch in einzelne Tasks (Unteraufgaben) aufteilen sowie Bugs gesondert eingepflegt werden. Am Ende eines Sprints wird dem Product Owner das erreichte Ergebnisse präsentiert und die bisher erreichte Umsetzung besprochen. Daraufhin ändert sich entsprechend der Backlog durch neue Absprachen und Maßnahmen – Ein neuer Sprint kann jetzt aus den übrigen und neuen Storys und Tasks erstellt werden.

Um Scrum effizient im Organisationsalltag einsetzen zu können empfiehlt es sich dies mit Software-Unterstützung zu tun, dafür bietet sich zum Beispiel mit Jira von Atlassian eine der bekanntesten Lösungen in diesem Bereich an. Die Software ermöglicht unter anderen Scrum Projekte die alle Parts des Scrum Prozesses abbilden zu erstellen und diesen eigene Definitionen und Vorgangsvorgaben einzubauen. Dadurch kann man die Prozesse perfekt auf seine individuelle Organisation anpassen und ist nicht in fest verankerten Vorgaben gefangen, die in dieser Form für die Organisation nicht produktiv sind. Unterm Strich macht die agile Software-Entwicklung ja vor allem die Flexibilität und Einfachheit der Prozesse so attraktiv.

Vorteile von Scrum

Schafft man es alle Mitglieder des Projekts an Bord zu holen und für die Umsetzung mit Scrum zu begeistern kann der Ablauf die Kreativität des Projektteams fördern da im Laufe der Umsetzung immer neue Ideen entstehen die bei den Meetings und Sprint-Sessions mit eingebracht werden können. Weiterhin spart man sich viel Zeit da es in IT-Projekten oft der Fall ist dass der Auftraggeber im Laufe der Umsetzung merkt, dass seine ursprünglichen Vorgaben nicht mehr ganz aktuell sind und seine Meinung in Hinblick auf einzelne Features ändert. Hat man alles von Anfang an bis ins Detail durchgeplant geht dadurch viel Zeit und Geld verloren. Weiterhin kann man sich leichter auf Änderungen der Marktgegebenheiten einstellen.

Grenzen und Nachteile von Scrum

Selbstverständlich kann Scrum genauso wie jeder andere Prozess nicht für einen Erfolg des Projekts garantieren, besonders da alle Teilnehmer den Scrum-Prozess verstehen und sich vollends integrieren müssen um Ihn effizient ausüben zu können. Dies kann man vor allem in alteingesessenen Organisationen, die es schon immer anders gemacht haben, an manchen Stellen nur mit viel Widerstand ändern, was ansonsten im weiteren Verlauf zu einer eingeschränkten Effizienz führt.

Weiterhin ist es auch aus juristischer Sicht oft schwierig in einer Auftraggeber-Auftragnehmer Konstellation, vor allem in Hinblick auf Werkverträge, das Scrum-Modell anzuwenden. Da bei Scrum die Vorgaben deutlich weniger gefestigt sind und das meiste sich im laufe des Projektes ergibt kann bei konkreten Streitfällen und Unstimmigkeiten nur schwerlich festgestellt werden welche Partei im recht ist wenn man dies mit ursprünglichen Vorgehensweisen vergleicht. Hier bietet die juristische Fachliteratur jedoch auch Vorschläge und Vorlagen für Scrum-Projekte.

MVC – Das Konzept für einen flexiblen Systementwurf

Einleitung

Das Model-View-Controller (MVC) Konzept spiegelt den grundsätzlichen Aufbau einer Softwarearchitektur wieder. Durch drei voneinander logisch getrennten Ebenen, vereinfacht es sowohl die programmiertechnische Erstellung von Softwarelösungen, als auch deren spätere Weiterentwicklung, sowie Wiederverwendbarkeit. Heutzutage ist dieses Architekturmuster bei komplexen Softwareprojekten, aufgrund seiner maßgeblichen Vorteile, nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund schauen wir uns im Folgenden die einzelnen Ebenen einmal genauer an.

Model (Modell)

Das sogenannte Model beinhaltet zum einen die Daten in dem Softwaresystem, als auch die für sich selbst geltende Geschäftslogik. Dies bedeutet, dass das Model in Verbindung mit der Datenbank steht, welche die Daten der Software bereitstellt, aber auch die Verarbeitung von eigenen Objekten selber vornehmen kann. Das Model ist grundsätzlich von den anderen beiden Ebenen (View und Controller) unabhängig, da es von ihnen nur angesprochen wird und selbst nur die Daten zur Verfügung stellt.

View (Präsentation)

Die View spiegelt die Sicht des Benutzers wieder. Dieser bekommt von der View die Daten aus dem Model in einer Benutzeroberfläche präsentiert und kann entsprechende Aktionen ausführen, welche dann von der View entgegengenommen werden können. Daher steht die View in enger Verbindung mit dem Model. Da die Aktionen des Benutzers weiter an den Controller geleitet werden, besteht auch eine enge Verbindung zu dem Controller. Dieser ist dann für die weitere Verarbeitung zuständig.

Controller (Steuerung)

Der Controller beinhaltet die technische Logik. Hier befinden sich all jene Methoden, welche für die Verarbeitung der Aktionen des Benutzers zuständig sind. Der Controller verwaltet auch die Views und beschließt wann dem Benutzer welche View angezeigt wird. Er nimmt die Aktionen einer View entgegen und wertet diese aus. Anschließend aktualisiert er die erhaltenen Daten entsprechend für das Model und leitet die weiterführende View ein.

Fazit

Abschließend lassen sich einige Vorteile des Architekturmusters zusammenfassen. Zum einen können sich Programmierer, durch die klar getrennten Ebenen, besser im Programmiercode zurechtfinden. Dies erhöht die Schnelligkeit bei der Bereinigung von Fehlern in der Software, bietet aber auch gleichzeitig die Möglichkeit leichter neue Features einzubinden. Auch Wartungen lassen sich besser vollziehen, da der modulare Aufbau das Abschalten einzelner Komponenten möglich macht, ohne das System im Ganzen dabei zu beeinflussen. Aus diesen Gründen hat sich das Model-View-Controller Konzept nun bereits seit Jahren bewährt und ist  somit ein grundlegender Baustein einer effizienten Softwarearchitektur.