Provokante Marketingstrategien

Provokantes Marketing – 5 Beispiele

In Zeiten der neuen, oftmals digitalen Ökonomie sind eine gute Produktplatzierung, sowie eine hervorragende Webpräsenz unerlässlich. Über sie werden Neukunden auf Unternehmen und Produkte aufmerksam, es entstehen erste Eindrücke und Assoziationen mit Marken, welche letztendlich gewinnbringend genutzt werden können.

Doch auf einem gut gefüllten Markt, mit vielen verschiedenen Konkurrenten, wird es immer schwieriger sein eigenes Produkt, oder seine Marke, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und wo ist die Grenze zwischen ethisch vertretbarer Provokation und Sittenwidrigkeit?

Der folgende Artikel präsentiert 5 Beispiele von verschiedensten, provokanten und humorvollen Marketingstrategien:

Autovermietung SIXT

https://www.sixt.de/fileadmin/user_upload/Gurke_Hannover_Airport.jpg

Was macht der Wagen von der Konkurrenz hier? – Bei SIXT mieten, keine Gurke fahren!“

Die Autovermietung bewirbt hier auf eine humorvolle Weise ihren Service und bedient sich des umgangssprachlichen Begriffes „Gurke“, für die scheinbar alten und klapprigen Fahrzeuge der Mitbewerber. Durch die tatsächlich vorhandene Riesengurke ist das ganze Sprichwort sehr gelungen und ein echter Blickfang, der einen zum Grinsen bringt und das Unternehmen in einem lockeren, merk-würdigen Licht beleuchtet.

SIXT ist außerdem für seine amüsanten Werbefilme im TV bekannt, in denen auch gerne mal ein Mitarbeiter im Schneckenkostüm „Schleichwerbung“ macht. Besagten Werbespot finden Sie hier.

Ein absolut durchdachtes und humorvolles Marketingsystem. 5/5 Kreativitätspunkte!

SUCKIT-ICE

SUCKIT – Das Eis das knallt! Ab sofort wird nicht mehr nur im Hinterzimmer gelutscht!“

Das junge Start-Up SUCKIT wurde vor allem durch seine massive Kampagne auf Facebook bekannt, welche tatkräftig mit Prominenz unterstützt wurde, z.B.: Joko und Klaas, sowie die Band 257er. Produziert wird schlichtweg Wassereis, mit Alkohol!

Den meisten Leuten werden aber vor allem die provokativen Sprüche der Marke in Erinnerung bleiben. So wird unter anderem die Sorte „Rum Orange“ mit dem Spruch: „Rum lutschen statt rumhängen!“ beworben. Ein wunderbar gelungenes, mehrdeutiges Wortspiel, welches sich vor allem an junge und junggebliebene Käufer richtet.

Auch auf der Unternehmenshomepage wird mit Scherzen und auflockernden Sprüchen nicht gespart. So heißt es etwa im Impressum frei heraus: „Telefonisch sind wir von 9:00-18:00Uhr zu erreichen, es sei denn wir sind betrunken.“ Manch einem mag dieser Grad an Direktheit schon unseriös erscheinen, Fakt ist jedoch: Es funktioniert. SUCKIT Stände gibt es mittlerweile auf vielen großen Messen/Festivals und die Produkte sind in großen Supermärkten wie EDEKA, WEZ, sowie Tankstellenketten wie ARAL zu finden. Ein modernes, ansprechendes Konzept!

Thomas Neger – Metallsysteme und -bedachungen

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Die Metallverarbeitungsfirma „Neger“ aus Mainz sorgt in letzter Zeit für große Diskussionen. Ursache hierfür ist das Logo des Dachdeckers im direkten Zusammenhang mit dem Nachnamen des Inhabers Thomas Neger.

Das Logo diskriminiere, so Kritiker, afrikanische Menschen in Form eines kolonialistisch geprägten Images. Auch werden Rufe nach Rassismus laut, welche gerade die Parteiarbeit des Thomas Neger in der ortsansässigen CDU erschweren. Neger hält mit dem Argument das sei „der totale Quatsch“ dagegen, beruft sich auf die vielen Menschen mit verschiedenen Hautfarben die ihm ihre Unterstützung ausgesprochen haben, sowie auf seinem Engagement in der Akzeptanz von geistig/körperlich benachteiligten Kindern.

Durch die heiße Diskussion des Logos der Fachschaft „Ethnologie und Afrikastudien“ an der Universität Mainz, sowie Kritikern auf Facebook ist das Unternehmen mittlerweile lokal in aller Munde und hat auch deutschlandweit Bedeutung erlangt. Auch wenn es von dem Inhaber nicht bewusst zu Marketingzwecken geschaffen wurde, so erfüllt es genau diesen Zweck mit Bravour.

EDEKA #heimkommen

Am 28. November des Jahres 2015 veröffentlichte die EDEKA einen Werbespot unter dem Namen „EDEKA Weihnachtsclip – #heimkommen“.

Anders als in den sonst üblichen, humorvollen Kurzfilmen des Unternehmens, behandelt dieser die Themen Einsamkeit und Vergänglichkeit des Lebens. Am Ende des Videos wird nur kurz das Logo des Konzerns eingeblendet, selbst der Spruch „Wir lieben Lebensmittel“ erscheint nicht.

Mittlerweile hat das Video unglaubliche 56 Millionen Aufrufe und wurde über 12.000mal kommentiert. Es bewirbt kein Produkt, nicht das Unternehmen, dafür berührt es die Emotionen der Kunden. Das Video wurde zudem auf vielen Social Media Plattformen verbreitet und erlangte so noch größere Reichweite.

EDEKA entschied sich bewusst dazu, auf ein Problem der Gesellschaft aufmerksam zu machen und die dadurch entstandene Popularität auf das Unternehmen zurückzuführen. Noch heute wird der „Hashtag #heimkommen“ bei Weihnachtsfotos auf sozialen Plattformen verwendet und schafft neue Verbindungen zum Konzern.

Die Kommentare sind sehr positiv, es wird von „tiefer Berührung“, „schönster Werbung“ und sogar „dem besten Werbespot“ aller Zeiten auf YouTube gesprochen. Eine wirklich wunderbare Idee der Marketingabteilung, die gleichzeitig ein gesellschaftlich relevantes und problematisches Thema aufgreift und durch die vielen Impressionen die Marke EDEKA bekannt und beliebt macht.

Den originalen Werbespot finden sie hier.

EasyJet – Fluggesellschaft

Bild des originalen Facebook Posts der EasyJet Gesellschaft vom 06.04.201

Politische Korrektheit, Debatten um Flüchtlingspolitik, sowie Rechtspopulismus sind brandheiße Themen, die viel Aufmerksamkeit und gespaltene Meinungen hervorrufen. Diesen Gedanken verfolgte auch die EasyJet Gesellschaft, als sie ihre neuen Flüge mit dem Slogan „Inländer raus“ bewarb.

Ein provokanter Schritt, der aber exakt den Nerv vieler Menschen traf. So zählt der Post zum momentanen Zeitpunkt (30.06.2017) mehr als 2300 „Gefällt mir“ Angaben, über 300 Kommentare und wurde mehr als 255 Mal geteilt.

Die Kommentare sind wie erwartet gemischter Natur. Viele Leute freuen sich über den lockeren Umgang und den humorvollen Seitenhieb gegen den einwanderungsfeindlichen Slogan „Ausländer raus“, welcher gerne von rechtsorientierten Gruppen genutzt wird. Andere bezeichnen den Marketingvorgang als „geschmacklos“ und „billig“.

Eines haben jedoch alle diese Ausführungen gemeinsam: Sie stehen unter dem Post. Und damit wurde das Ziel der Airline erreicht. Ein wirklich kluger, wenn auch riskanter, Schachzug der für eine Menge Aufmerksamkeit und demnach einem nicht unerheblichen Zuwachs an Unternehmenspopularität geführt hat.

 

 

FoxFire Consulting GmbH

Weitere Artikel finden Sie unter https://foxfire.consulting/blog

 

Change Management – Die 5 größten Fehler in IT-Projekten und wie Entscheider sie vermeiden können

Durch konstruktives Change Management Fehler vermeiden

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Umsetzung von IT-Projekten ist die Behandlung von Änderungswünschen während der laufenden Projektphase. In den letzten Jahren habe ich kein Projekt erlebt bei dem der Projektbesitzer nicht mehrfach besprochene Anforderungen komplett entfernt oder signifikant angepasst hat. Dies kann je nachdem welche Abhängigkeiten bestehen und wie einzelne Komponenten des Projekts aufgebaut sind (Datenbank, Backend, Frontend) zu umfangreichen Verwerfungen führen. Generell gilt – je mehr Abhängigkeit zwischen Komponenten und Bausteinen eines Projekts herrscht, desto eher können Planungsänderungen mit viel Aufwand verbunden sein. Viel Aufwand ist daraufhin meistens auch mit viel Kosten oder nervenaufreibenden Diskussionen verbunden, die selten zielführend sind.

Ergebnis ist nämlich, dass die Entwickler entweder (deutlich) mehr Geld bekommen und das Projektbudget überschritten wird (wenn dies überhaupt finanziell möglich ist), die Entwickler einknicken und für den Rest des Projekts komplett demotiviert sind oder das Projekt scheitert und im schlimmsten Fall noch ein Rechtsstreit entbrennt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann. Allein die dabei entstehenden Nebenkosten für Gutachter und ähnliches können schnell sogar das eigentliche Projektbudget übersteigen. Daher ist es für beide Parteien immer empfehlenswert sich gütlich zu einigen. Aber wie sollte man jetzt eigentlich mit Änderungen an den Anforderungen umgehen?

Perfektionismus vermeiden

In vielen Lebenslagen kann Perfektionismus eine nützliche Eigenschaft sein. Bei IT-Projekten ist es ein guter Ratgeber um sich möglichst leicht in die Insolvenz zu treiben. Wichtig ist zu wissen, dass jedes zusätzliche Feature und jede Anpassung, selbst wenn Sie klein erscheinen, umfangreiche Arbeit nach sich ziehen können. Beispielsweise möchte ich als Auftraggeber, dass Benutzer in einer Lokal-App für Städte lokale Events sehen können. An sich keine wilde Sache, aber was ist eigentlich die Konsequenz daraus?

  • Erweiterung und Anpassung der Datenbank. Eventuell müssen bestehende Tabellen angepasst werden was weitere Adjustierung in von der Aufgabe völlig unabhängigen Funktionen nach sich zieht.
  • Der Designer für das Projekt muss hinzugezogen werden um sich zu überlegen wie man das Feature am besten darstellt. Absprache und Beratung zwischen Entwickler, Designer und Auftraggeber nötig.
  • Umsetzung des Designs im Frontend auf Code Ebene (responsiveness / Benutzbarkeit der Komponenten)
  • Umsetzung der Logik (Einbindung von Text, Titel, Bild, Anpassung der Bildgröße, korrekte Darstellung und Berechnung der visuellen Darstellung für Teilnehmer, Bewertung etc.)
  • Erstellen eines Backends in welchem Events gelöscht, bearbeitet und erstellt werden können (Drei komplett neue und eigenständige Funktionen)
  • Schnittstellen Anbindung an Facebook oder andere Plattformen um aktuelle Daten zu bekommen
  • Logik die verhindert das bearbeitete und gelöschte Events nochmal vom Crawler der die Daten von anderen Plattformen holt überschrieben werden.
  • Funktion für Benutzer um zuzusagen / abzulehnen
  • Testen der Funktionalität an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Szenarien
  • Eventuell sogar Eingliederung in bestehendes Berechtigungskonzept in der Verwaltung der Events (welcher Admin / Backend Nutzer darf was)
  • Eventuell Eingliederung in ein Sprachsystem
  • Anpassung des Designs für IOS und Android

Wenn man genauer darüber nachdenkt und den technischen Überblick hat, kommt man schnell auf sehr viele Punkte die an so einer eigentlich simplen Funktion dranhängen. Bei diesem Beispiel ist es noch möglich die Funktion unabhängig von anderen Parts der App einzubauen. Stellt man sich nun vor, dass bestehende Komponenten noch umgeschrieben werden müssen kann man schnell mal über einen Monat Entwicklungszeit in so ein Feature stecken. Dies geht mit einem späteren Launch, eventuell gebrochenen Vereinbarungen, mehr Kosten u.v.m. einher.

Nun sollte man sich sehr gut überlegen ob man diese Funktion wirklich hier und heute jetzt gleich zum ersten Launch der App benötigt oder ob die Benutzer nicht auch erstmal gut ohne leben können und sich später über eine Erweiterung der App freuen können

Das Zauberwort heißt hier MVP (minimal viable product) – soweit man nicht mit umfangreichen Ressourcen gesegnet ist um ein mehrköpfiges Entwicklerteam über lange Zeit ohne Bedenken zu unterhalten, sondern auf Einnahmen aus dem Projekt oder Investoren angewiesen ist. Man sollte sich immer Gedanken machen wo rationalisiert werden kann, welche Features wirklich zum aktuellen Zeitpunkt nötig sind und was für Auswirkungen eine Änderung auf den Projektverlauf hat.

 

Software-Architektur im Fokus

Software-Architektur ist der Punkt an dem meiner Erfahrung nach am ehesten gespart wird und das mit fatalen Folgen. Ich kann ein Projekt schlampig aufsetzen ohne das der Benutzer überhaupt etwas davon merkt. Darum kann auch das von der Funktionalität her absolut gleiche Projekt für 10.000€ und für 30.000€ umgesetzt werden und die 30.000€ sind hierbei kein überteuerter Preis, sondern kommen einfach daher, dass man sich genug Zeit nimmt um es vernünftig zu machen.

Da der Auftraggeber dies jedoch nicht sehen oder anfassen kann und dadurch oft Phasen entstehen in denen nichts Neues das direkt visuell erkennbar ist vorgestellt werden kann wird hier gerne gespart. Oft weil der Auftraggeber schlichtweg kein Verständnis für die Folgen und Unterschiede hat da Ihm das technische Know-How fehlt. Dies kann man Ihm auch gar nicht vorwerfen. Das Ergebnis ist jedoch, dass es spätestens wenn es zu komplexen Fehlern, neuen Funktionen die so am Anfang noch gar nicht bedacht waren oder Änderungen bestehender Funktionalitäten kommt ernsthafte Probleme entstehen. Diese kann man in der Regel nicht mehr in den Griff bekommen außer man startet das Ganze Projekt nochmal neu. Man könnte sagen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Jedoch trifft der Auftraggeber meist die Entscheidung das kaputte Sofa über Jahre hinweg zu flicken und zusammenzuhalten anstatt ein neues zu kaufen. Dies geschieht und erheblichen finanziellen Aufwendungen die sinnvoller investiert werden könnten und hat fast immer negative Auswirkungen auf den Zeitplan. Man wird träge und teuer. Besonders in Großkonzernen sind solche Projekte gang und gebe.

 

 

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Planung – Die 5 größten Fehler in IT-Projekten und wie Entscheider sie vermeiden können

Projektplanung ist in der IT das A und O

 

Sie haben ein IT-Projekt in Auftrag gegeben und es läuft am Anfang eigentlich ganz gut… der Entwickler zeigt erste Ergebnisse vor, Sie besprechen gemeinsam Vorschläge, sprechen die gleiche Sprache … aber irgendwann läuft doch nicht alles wie anfangs gedacht. Änderungen an der Zeitplanung, Features die doch anders umgesetzt werden sollen, man stapft von einem Fehler / Fettnäpfchen ins andere… kennen Sie das?

Falls bei Ihnen ein paar unschöne Erinnerungen hochgekommen sind will ich erklären wie Sie dies in Zukunft verhindern oder zumindest stark eingrenzen können und was Sie in der Vergangenheit vielleicht falsch gemacht haben.

 

Vorab-Planung

Der ganz normale Agenturalltag – der Kaffee ist fertig, das Mailprogramm wird geöffnet und schon hat man eine Projektanfrage auf dem Tisch die gerne mal so oder so ähnlich ausschaut:

„Guten Tag, ich hätte gerne ein Community Portal!

Die Nutzer sollen sich untereinander Nachrichten versenden können, Accounts erstellen, sich einloggen, Profile haben und sowas Timeline ähnliches … schaut mal auf Twitter, so in etwa will ich das haben. Was kostet das?“

Meist ist dem Kunden eine Antwort ala „Kommt auf die Details an, irgendetwas zwischen 5000,00€ und 5 Millionen €, wobei halt nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenzen“ nicht besonders symphatisch. Aber wie soll man darauf reagieren? Natürlich erstmal versuchen dem Kunden klar zu machen, dass es auf die Details ankommt. Allein zu den 4 Features die genannt wurden lässt sich ohne weiteres ein 100-seitiges Pflichtenheft anfertigen mit mehr Rückfragen als Berlin StartUps hat. Wo sollen die Daten liegen, wie soll die Passwort vergessen Funktion genau aussehen, welche Funktionen soll das Profilbild haben, welche Texte und Informationen gehören zum Profil, nach welchem Algorithmus werden die Informationen in der Timeline angezeigt wären die mehr als offensichtliche, so könnte man aber noch stundenlang weitermachen.

Nun gibt es oft Freelancer oder manchmal auch Agenturen die dann trotzdem tatsächlich einfach ein Preisangebot abgeben ohne überhaupt wirklich zu wissen was Sache ist … das ist dem Kunden natürlich sympathisch. Wenig Arbeit – die wissen schon was Sie tun und er hat ja eigentlich gesagt was er am Ende haben möchte. Das dies nicht funktionieren kann und wird konnte man wahrscheinlich bis zu diesem Punkt bereits rauslesen. Um nicht zu sehr auf die Preiskalkulation einzugehen die bereits im ersten Kapitel thematisiert wurde möchte ich an dieser Stelle lieber thematisieren was man vorab ausarbeiten muss um überhaupt über Aufwände, Kosten und Zeitplanung sprechen zu können.

 

Lastenheft

Auch wenn es niemandem Spaß macht und so ziemlich jede andere Aufgabe spannender ist, bleibt es doch in der Regel unerlässlich. Ein Lastenheft ist ein in der Regel vom Kunden angefertigtes Dokument in dem er mit seinen Worten und aus seiner Sicht beschreibt was das Projekt können soll. Im Endeffekt ist das Lastenheft ein riesen großes Wunschkonzert des Project-Owners in welchem er seine Vorstellungen vom Projekt schildert. Das ist doch was schönes!

Auch wenn man auf dem kurzen Dienstag telefonisch, per Skype oder ähnlichem natürlich gemütlich Absprachen treffen kann geht auf diesem Weg oft etwas verloren da entweder die Notizen nicht hinreichend sind oder der Project-Owner beim erklären einfach Zusammenhänge vergisst oder außen vorlässt – was bei etwas aufwändigeren Projekten was unausweichlich ist. Darum ist eine schriftliche Basis was denn nun genau gemacht werden muss selbst bei kleineren Projekten (da ist es ja auch deutlich weniger Aufwand) zwingend notwendig.

IT Projekte scheitern

Pflichtenheft

Nach der Erstellung des Lastenhefts generiert der Dienstleister ein sogenanntes Pflichtenheft. Dies hat insbesondere den Zweck die Machbarkeit der im Lastenheft genannten Features zu überprüfen. Ein guter Dienstleister wird hier einen unglaublichen Mehrwert für den Kunden schaffen in dem er sich bei jedem Feature überlegt wie er es umsetzen würde, welche anderen Funktionen noch dranhängen und was man eventuell anders macht. Oft lässt sich durch simple Änderungen eines Features der Aufwand und somit Zeitplan und Budget deutlich schrumpfen – was je nach aktueller Situation und Zielgebung des Project-Owners einen positiven Einfluss auf den Projektverlauf hat.

Anschließend können gemeinsam mit dem Project-Owner Rückfragen geklärt, Änderungen und Anpassungen von Features durchdiskutiert sowie auch einzelne Parts die zeitaufwändig aber für den Launch erst einmal gar nicht so wichtig sind nach hinten verschoben werden.

Dadurch hat der Auftragnehmer und Dienstleister eine klare Vorstellung was der Auftraggeber überhaupt haben möchte und zu welchen Rahmenbedingungen dies umsetzbar ist während der Auftraggeber ein deutlich klareres Bild hat was mit welchen Mitteln am Ende tatsächlich umsetzbar ist.

Ohne diese zwei Phasen ist jegliche Planung reine Kaffeesatzleserei und kann mal gut gehen – tut Sie aber meistens nicht.

 

IT-Projekte Statistik Fehlschläge

Projektmanagement

Es gibt verschiedene Ansätze um ein Projekt zu managen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten auf Ihre Kosten kommen. Eines das sich in den letzten Jahren besonders bewährt hat ist zum Beispiel Scrum. Sollte Interesse an mehr Informationen zu Scrum bestehen ist hier ein kurzer Artikel darüber zu lesen.

Ohne hier zu sehr darauf einzugehen ist insbesondere regelmäßige Kommunikation zwischen den Beteiligten wichtig um sicherzustellen, dass jeder richtig verstanden hat was rauskommen soll und alles in die richtige Richtung geht. Denn selbst wenn es irgendwo aufgeschrieben und sich auch mal darüber unterhalten wurde kann es vor allem bei größeren Projekten sehr schnell passieren, dass einer der Beteiligten dies vergisst oder anders interpretiert.

Umso früher man dieses Missverständnis aus der Welt schafft umso eher kann das Projekt erfolgreich werden. Empfehlenswert sind in der Regel regelmäßige Meetings in Zyklen von 1 bis 2 Wochen je nach Projekttyp.

 

 

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