Provokante Marketingstrategien

Provokantes Marketing – 5 Beispiele

In Zeiten der neuen, oftmals digitalen Ökonomie sind eine gute Produktplatzierung, sowie eine hervorragende Webpräsenz unerlässlich. Über sie werden Neukunden auf Unternehmen und Produkte aufmerksam, es entstehen erste Eindrücke und Assoziationen mit Marken, welche letztendlich gewinnbringend genutzt werden können.

Doch auf einem gut gefüllten Markt, mit vielen verschiedenen Konkurrenten, wird es immer schwieriger sein eigenes Produkt, oder seine Marke, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und wo ist die Grenze zwischen ethisch vertretbarer Provokation und Sittenwidrigkeit?

Der folgende Artikel präsentiert 5 Beispiele von verschiedensten, provokanten und humorvollen Marketingstrategien:

Autovermietung SIXT

https://www.sixt.de/fileadmin/user_upload/Gurke_Hannover_Airport.jpg

Was macht der Wagen von der Konkurrenz hier? – Bei SIXT mieten, keine Gurke fahren!“

Die Autovermietung bewirbt hier auf eine humorvolle Weise ihren Service und bedient sich des umgangssprachlichen Begriffes „Gurke“, für die scheinbar alten und klapprigen Fahrzeuge der Mitbewerber. Durch die tatsächlich vorhandene Riesengurke ist das ganze Sprichwort sehr gelungen und ein echter Blickfang, der einen zum Grinsen bringt und das Unternehmen in einem lockeren, merk-würdigen Licht beleuchtet.

SIXT ist außerdem für seine amüsanten Werbefilme im TV bekannt, in denen auch gerne mal ein Mitarbeiter im Schneckenkostüm „Schleichwerbung“ macht. Besagten Werbespot finden Sie hier.

Ein absolut durchdachtes und humorvolles Marketingsystem. 5/5 Kreativitätspunkte!

SUCKIT-ICE

SUCKIT – Das Eis das knallt! Ab sofort wird nicht mehr nur im Hinterzimmer gelutscht!“

Das junge Start-Up SUCKIT wurde vor allem durch seine massive Kampagne auf Facebook bekannt, welche tatkräftig mit Prominenz unterstützt wurde, z.B.: Joko und Klaas, sowie die Band 257er. Produziert wird schlichtweg Wassereis, mit Alkohol!

Den meisten Leuten werden aber vor allem die provokativen Sprüche der Marke in Erinnerung bleiben. So wird unter anderem die Sorte „Rum Orange“ mit dem Spruch: „Rum lutschen statt rumhängen!“ beworben. Ein wunderbar gelungenes, mehrdeutiges Wortspiel, welches sich vor allem an junge und junggebliebene Käufer richtet.

Auch auf der Unternehmenshomepage wird mit Scherzen und auflockernden Sprüchen nicht gespart. So heißt es etwa im Impressum frei heraus: „Telefonisch sind wir von 9:00-18:00Uhr zu erreichen, es sei denn wir sind betrunken.“ Manch einem mag dieser Grad an Direktheit schon unseriös erscheinen, Fakt ist jedoch: Es funktioniert. SUCKIT Stände gibt es mittlerweile auf vielen großen Messen/Festivals und die Produkte sind in großen Supermärkten wie EDEKA, WEZ, sowie Tankstellenketten wie ARAL zu finden. Ein modernes, ansprechendes Konzept!

Thomas Neger – Metallsysteme und -bedachungen

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Die Metallverarbeitungsfirma „Neger“ aus Mainz sorgt in letzter Zeit für große Diskussionen. Ursache hierfür ist das Logo des Dachdeckers im direkten Zusammenhang mit dem Nachnamen des Inhabers Thomas Neger.

Das Logo diskriminiere, so Kritiker, afrikanische Menschen in Form eines kolonialistisch geprägten Images. Auch werden Rufe nach Rassismus laut, welche gerade die Parteiarbeit des Thomas Neger in der ortsansässigen CDU erschweren. Neger hält mit dem Argument das sei „der totale Quatsch“ dagegen, beruft sich auf die vielen Menschen mit verschiedenen Hautfarben die ihm ihre Unterstützung ausgesprochen haben, sowie auf seinem Engagement in der Akzeptanz von geistig/körperlich benachteiligten Kindern.

Durch die heiße Diskussion des Logos der Fachschaft „Ethnologie und Afrikastudien“ an der Universität Mainz, sowie Kritikern auf Facebook ist das Unternehmen mittlerweile lokal in aller Munde und hat auch deutschlandweit Bedeutung erlangt. Auch wenn es von dem Inhaber nicht bewusst zu Marketingzwecken geschaffen wurde, so erfüllt es genau diesen Zweck mit Bravour.

EDEKA #heimkommen

Am 28. November des Jahres 2015 veröffentlichte die EDEKA einen Werbespot unter dem Namen „EDEKA Weihnachtsclip – #heimkommen“.

Anders als in den sonst üblichen, humorvollen Kurzfilmen des Unternehmens, behandelt dieser die Themen Einsamkeit und Vergänglichkeit des Lebens. Am Ende des Videos wird nur kurz das Logo des Konzerns eingeblendet, selbst der Spruch „Wir lieben Lebensmittel“ erscheint nicht.

Mittlerweile hat das Video unglaubliche 56 Millionen Aufrufe und wurde über 12.000mal kommentiert. Es bewirbt kein Produkt, nicht das Unternehmen, dafür berührt es die Emotionen der Kunden. Das Video wurde zudem auf vielen Social Media Plattformen verbreitet und erlangte so noch größere Reichweite.

EDEKA entschied sich bewusst dazu, auf ein Problem der Gesellschaft aufmerksam zu machen und die dadurch entstandene Popularität auf das Unternehmen zurückzuführen. Noch heute wird der „Hashtag #heimkommen“ bei Weihnachtsfotos auf sozialen Plattformen verwendet und schafft neue Verbindungen zum Konzern.

Die Kommentare sind sehr positiv, es wird von „tiefer Berührung“, „schönster Werbung“ und sogar „dem besten Werbespot“ aller Zeiten auf YouTube gesprochen. Eine wirklich wunderbare Idee der Marketingabteilung, die gleichzeitig ein gesellschaftlich relevantes und problematisches Thema aufgreift und durch die vielen Impressionen die Marke EDEKA bekannt und beliebt macht.

Den originalen Werbespot finden sie hier.

EasyJet – Fluggesellschaft

Bild des originalen Facebook Posts der EasyJet Gesellschaft vom 06.04.201

Politische Korrektheit, Debatten um Flüchtlingspolitik, sowie Rechtspopulismus sind brandheiße Themen, die viel Aufmerksamkeit und gespaltene Meinungen hervorrufen. Diesen Gedanken verfolgte auch die EasyJet Gesellschaft, als sie ihre neuen Flüge mit dem Slogan „Inländer raus“ bewarb.

Ein provokanter Schritt, der aber exakt den Nerv vieler Menschen traf. So zählt der Post zum momentanen Zeitpunkt (30.06.2017) mehr als 2300 „Gefällt mir“ Angaben, über 300 Kommentare und wurde mehr als 255 Mal geteilt.

Die Kommentare sind wie erwartet gemischter Natur. Viele Leute freuen sich über den lockeren Umgang und den humorvollen Seitenhieb gegen den einwanderungsfeindlichen Slogan „Ausländer raus“, welcher gerne von rechtsorientierten Gruppen genutzt wird. Andere bezeichnen den Marketingvorgang als „geschmacklos“ und „billig“.

Eines haben jedoch alle diese Ausführungen gemeinsam: Sie stehen unter dem Post. Und damit wurde das Ziel der Airline erreicht. Ein wirklich kluger, wenn auch riskanter, Schachzug der für eine Menge Aufmerksamkeit und demnach einem nicht unerheblichen Zuwachs an Unternehmenspopularität geführt hat.

 

 

FoxFire Consulting GmbH

Weitere Artikel finden Sie unter https://foxfire.consulting/blog

 

Change Management – Die 5 größten Fehler in IT-Projekten und wie Entscheider sie vermeiden können

Durch konstruktives Change Management Fehler vermeiden

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Umsetzung von IT-Projekten ist die Behandlung von Änderungswünschen während der laufenden Projektphase. In den letzten Jahren habe ich kein Projekt erlebt bei dem der Projektbesitzer nicht mehrfach besprochene Anforderungen komplett entfernt oder signifikant angepasst hat. Dies kann je nachdem welche Abhängigkeiten bestehen und wie einzelne Komponenten des Projekts aufgebaut sind (Datenbank, Backend, Frontend) zu umfangreichen Verwerfungen führen. Generell gilt – je mehr Abhängigkeit zwischen Komponenten und Bausteinen eines Projekts herrscht, desto eher können Planungsänderungen mit viel Aufwand verbunden sein. Viel Aufwand ist daraufhin meistens auch mit viel Kosten oder nervenaufreibenden Diskussionen verbunden, die selten zielführend sind.

Ergebnis ist nämlich, dass die Entwickler entweder (deutlich) mehr Geld bekommen und das Projektbudget überschritten wird (wenn dies überhaupt finanziell möglich ist), die Entwickler einknicken und für den Rest des Projekts komplett demotiviert sind oder das Projekt scheitert und im schlimmsten Fall noch ein Rechtsstreit entbrennt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann. Allein die dabei entstehenden Nebenkosten für Gutachter und ähnliches können schnell sogar das eigentliche Projektbudget übersteigen. Daher ist es für beide Parteien immer empfehlenswert sich gütlich zu einigen. Aber wie sollte man jetzt eigentlich mit Änderungen an den Anforderungen umgehen?

Perfektionismus vermeiden

In vielen Lebenslagen kann Perfektionismus eine nützliche Eigenschaft sein. Bei IT-Projekten ist es ein guter Ratgeber um sich möglichst leicht in die Insolvenz zu treiben. Wichtig ist zu wissen, dass jedes zusätzliche Feature und jede Anpassung, selbst wenn Sie klein erscheinen, umfangreiche Arbeit nach sich ziehen können. Beispielsweise möchte ich als Auftraggeber, dass Benutzer in einer Lokal-App für Städte lokale Events sehen können. An sich keine wilde Sache, aber was ist eigentlich die Konsequenz daraus?

  • Erweiterung und Anpassung der Datenbank. Eventuell müssen bestehende Tabellen angepasst werden was weitere Adjustierung in von der Aufgabe völlig unabhängigen Funktionen nach sich zieht.
  • Der Designer für das Projekt muss hinzugezogen werden um sich zu überlegen wie man das Feature am besten darstellt. Absprache und Beratung zwischen Entwickler, Designer und Auftraggeber nötig.
  • Umsetzung des Designs im Frontend auf Code Ebene (responsiveness / Benutzbarkeit der Komponenten)
  • Umsetzung der Logik (Einbindung von Text, Titel, Bild, Anpassung der Bildgröße, korrekte Darstellung und Berechnung der visuellen Darstellung für Teilnehmer, Bewertung etc.)
  • Erstellen eines Backends in welchem Events gelöscht, bearbeitet und erstellt werden können (Drei komplett neue und eigenständige Funktionen)
  • Schnittstellen Anbindung an Facebook oder andere Plattformen um aktuelle Daten zu bekommen
  • Logik die verhindert das bearbeitete und gelöschte Events nochmal vom Crawler der die Daten von anderen Plattformen holt überschrieben werden.
  • Funktion für Benutzer um zuzusagen / abzulehnen
  • Testen der Funktionalität an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Szenarien
  • Eventuell sogar Eingliederung in bestehendes Berechtigungskonzept in der Verwaltung der Events (welcher Admin / Backend Nutzer darf was)
  • Eventuell Eingliederung in ein Sprachsystem
  • Anpassung des Designs für IOS und Android

Wenn man genauer darüber nachdenkt und den technischen Überblick hat, kommt man schnell auf sehr viele Punkte die an so einer eigentlich simplen Funktion dranhängen. Bei diesem Beispiel ist es noch möglich die Funktion unabhängig von anderen Parts der App einzubauen. Stellt man sich nun vor, dass bestehende Komponenten noch umgeschrieben werden müssen kann man schnell mal über einen Monat Entwicklungszeit in so ein Feature stecken. Dies geht mit einem späteren Launch, eventuell gebrochenen Vereinbarungen, mehr Kosten u.v.m. einher.

Nun sollte man sich sehr gut überlegen ob man diese Funktion wirklich hier und heute jetzt gleich zum ersten Launch der App benötigt oder ob die Benutzer nicht auch erstmal gut ohne leben können und sich später über eine Erweiterung der App freuen können

Das Zauberwort heißt hier MVP (minimal viable product) – soweit man nicht mit umfangreichen Ressourcen gesegnet ist um ein mehrköpfiges Entwicklerteam über lange Zeit ohne Bedenken zu unterhalten, sondern auf Einnahmen aus dem Projekt oder Investoren angewiesen ist. Man sollte sich immer Gedanken machen wo rationalisiert werden kann, welche Features wirklich zum aktuellen Zeitpunkt nötig sind und was für Auswirkungen eine Änderung auf den Projektverlauf hat.

 

Software-Architektur im Fokus

Software-Architektur ist der Punkt an dem meiner Erfahrung nach am ehesten gespart wird und das mit fatalen Folgen. Ich kann ein Projekt schlampig aufsetzen ohne das der Benutzer überhaupt etwas davon merkt. Darum kann auch das von der Funktionalität her absolut gleiche Projekt für 10.000€ und für 30.000€ umgesetzt werden und die 30.000€ sind hierbei kein überteuerter Preis, sondern kommen einfach daher, dass man sich genug Zeit nimmt um es vernünftig zu machen.

Da der Auftraggeber dies jedoch nicht sehen oder anfassen kann und dadurch oft Phasen entstehen in denen nichts Neues das direkt visuell erkennbar ist vorgestellt werden kann wird hier gerne gespart. Oft weil der Auftraggeber schlichtweg kein Verständnis für die Folgen und Unterschiede hat da Ihm das technische Know-How fehlt. Dies kann man Ihm auch gar nicht vorwerfen. Das Ergebnis ist jedoch, dass es spätestens wenn es zu komplexen Fehlern, neuen Funktionen die so am Anfang noch gar nicht bedacht waren oder Änderungen bestehender Funktionalitäten kommt ernsthafte Probleme entstehen. Diese kann man in der Regel nicht mehr in den Griff bekommen außer man startet das Ganze Projekt nochmal neu. Man könnte sagen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Jedoch trifft der Auftraggeber meist die Entscheidung das kaputte Sofa über Jahre hinweg zu flicken und zusammenzuhalten anstatt ein neues zu kaufen. Dies geschieht und erheblichen finanziellen Aufwendungen die sinnvoller investiert werden könnten und hat fast immer negative Auswirkungen auf den Zeitplan. Man wird träge und teuer. Besonders in Großkonzernen sind solche Projekte gang und gebe.

 

 

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Planung – Die 5 größten Fehler in IT-Projekten und wie Entscheider sie vermeiden können

Projektplanung ist in der IT das A und O

 

Sie haben ein IT-Projekt in Auftrag gegeben und es läuft am Anfang eigentlich ganz gut… der Entwickler zeigt erste Ergebnisse vor, Sie besprechen gemeinsam Vorschläge, sprechen die gleiche Sprache … aber irgendwann läuft doch nicht alles wie anfangs gedacht. Änderungen an der Zeitplanung, Features die doch anders umgesetzt werden sollen, man stapft von einem Fehler / Fettnäpfchen ins andere… kennen Sie das?

Falls bei Ihnen ein paar unschöne Erinnerungen hochgekommen sind will ich erklären wie Sie dies in Zukunft verhindern oder zumindest stark eingrenzen können und was Sie in der Vergangenheit vielleicht falsch gemacht haben.

 

Vorab-Planung

Der ganz normale Agenturalltag – der Kaffee ist fertig, das Mailprogramm wird geöffnet und schon hat man eine Projektanfrage auf dem Tisch die gerne mal so oder so ähnlich ausschaut:

„Guten Tag, ich hätte gerne ein Community Portal!

Die Nutzer sollen sich untereinander Nachrichten versenden können, Accounts erstellen, sich einloggen, Profile haben und sowas Timeline ähnliches … schaut mal auf Twitter, so in etwa will ich das haben. Was kostet das?“

Meist ist dem Kunden eine Antwort ala „Kommt auf die Details an, irgendetwas zwischen 5000,00€ und 5 Millionen €, wobei halt nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenzen“ nicht besonders symphatisch. Aber wie soll man darauf reagieren? Natürlich erstmal versuchen dem Kunden klar zu machen, dass es auf die Details ankommt. Allein zu den 4 Features die genannt wurden lässt sich ohne weiteres ein 100-seitiges Pflichtenheft anfertigen mit mehr Rückfragen als Berlin StartUps hat. Wo sollen die Daten liegen, wie soll die Passwort vergessen Funktion genau aussehen, welche Funktionen soll das Profilbild haben, welche Texte und Informationen gehören zum Profil, nach welchem Algorithmus werden die Informationen in der Timeline angezeigt wären die mehr als offensichtliche, so könnte man aber noch stundenlang weitermachen.

Nun gibt es oft Freelancer oder manchmal auch Agenturen die dann trotzdem tatsächlich einfach ein Preisangebot abgeben ohne überhaupt wirklich zu wissen was Sache ist … das ist dem Kunden natürlich sympathisch. Wenig Arbeit – die wissen schon was Sie tun und er hat ja eigentlich gesagt was er am Ende haben möchte. Das dies nicht funktionieren kann und wird konnte man wahrscheinlich bis zu diesem Punkt bereits rauslesen. Um nicht zu sehr auf die Preiskalkulation einzugehen die bereits im ersten Kapitel thematisiert wurde möchte ich an dieser Stelle lieber thematisieren was man vorab ausarbeiten muss um überhaupt über Aufwände, Kosten und Zeitplanung sprechen zu können.

 

Lastenheft

Auch wenn es niemandem Spaß macht und so ziemlich jede andere Aufgabe spannender ist, bleibt es doch in der Regel unerlässlich. Ein Lastenheft ist ein in der Regel vom Kunden angefertigtes Dokument in dem er mit seinen Worten und aus seiner Sicht beschreibt was das Projekt können soll. Im Endeffekt ist das Lastenheft ein riesen großes Wunschkonzert des Project-Owners in welchem er seine Vorstellungen vom Projekt schildert. Das ist doch was schönes!

Auch wenn man auf dem kurzen Dienstag telefonisch, per Skype oder ähnlichem natürlich gemütlich Absprachen treffen kann geht auf diesem Weg oft etwas verloren da entweder die Notizen nicht hinreichend sind oder der Project-Owner beim erklären einfach Zusammenhänge vergisst oder außen vorlässt – was bei etwas aufwändigeren Projekten was unausweichlich ist. Darum ist eine schriftliche Basis was denn nun genau gemacht werden muss selbst bei kleineren Projekten (da ist es ja auch deutlich weniger Aufwand) zwingend notwendig.

IT Projekte scheitern

Pflichtenheft

Nach der Erstellung des Lastenhefts generiert der Dienstleister ein sogenanntes Pflichtenheft. Dies hat insbesondere den Zweck die Machbarkeit der im Lastenheft genannten Features zu überprüfen. Ein guter Dienstleister wird hier einen unglaublichen Mehrwert für den Kunden schaffen in dem er sich bei jedem Feature überlegt wie er es umsetzen würde, welche anderen Funktionen noch dranhängen und was man eventuell anders macht. Oft lässt sich durch simple Änderungen eines Features der Aufwand und somit Zeitplan und Budget deutlich schrumpfen – was je nach aktueller Situation und Zielgebung des Project-Owners einen positiven Einfluss auf den Projektverlauf hat.

Anschließend können gemeinsam mit dem Project-Owner Rückfragen geklärt, Änderungen und Anpassungen von Features durchdiskutiert sowie auch einzelne Parts die zeitaufwändig aber für den Launch erst einmal gar nicht so wichtig sind nach hinten verschoben werden.

Dadurch hat der Auftragnehmer und Dienstleister eine klare Vorstellung was der Auftraggeber überhaupt haben möchte und zu welchen Rahmenbedingungen dies umsetzbar ist während der Auftraggeber ein deutlich klareres Bild hat was mit welchen Mitteln am Ende tatsächlich umsetzbar ist.

Ohne diese zwei Phasen ist jegliche Planung reine Kaffeesatzleserei und kann mal gut gehen – tut Sie aber meistens nicht.

 

IT-Projekte Statistik Fehlschläge

Projektmanagement

Es gibt verschiedene Ansätze um ein Projekt zu managen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten auf Ihre Kosten kommen. Eines das sich in den letzten Jahren besonders bewährt hat ist zum Beispiel Scrum. Sollte Interesse an mehr Informationen zu Scrum bestehen ist hier ein kurzer Artikel darüber zu lesen.

Ohne hier zu sehr darauf einzugehen ist insbesondere regelmäßige Kommunikation zwischen den Beteiligten wichtig um sicherzustellen, dass jeder richtig verstanden hat was rauskommen soll und alles in die richtige Richtung geht. Denn selbst wenn es irgendwo aufgeschrieben und sich auch mal darüber unterhalten wurde kann es vor allem bei größeren Projekten sehr schnell passieren, dass einer der Beteiligten dies vergisst oder anders interpretiert.

Umso früher man dieses Missverständnis aus der Welt schafft umso eher kann das Projekt erfolgreich werden. Empfehlenswert sind in der Regel regelmäßige Meetings in Zyklen von 1 bis 2 Wochen je nach Projekttyp.

 

 

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Unternehmens Neuigkeiten 1. Halbjahr 2017

Umzug

Wir sind seit Anfang Mai in die Friedrich-Hagemann-Str. 58-60 eingezogen und arbeiten nun von unserem neuen Büro aus für unsere Kunden auf knapp 100 m². In Bielefeld-Heepen sind wir durch direkte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und nur wenige Autominuten von der A2 entfernt immer gut erreichbar. Mit den Buslinien 21 und 22 benötigt man vom Jahnplatz etwa 15 Minuten zu uns.

Personal

Nachdem wir Drei neue Teammitglieder bei uns begrüßen dürfen arbeiten nun 7 Mitarbeiter an individuellen und außergewöhnlichen Lösungen für unsere Kunden aus ganz Deutschland. Dazu gehören Webentwickler, die vor allem auf Laravel Applikationen und Mobile-Apps spezialisiert sind sowie Webdesigner und Projektmanager. Weiterhin suchen wir noch Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung.

Technologie

Seit einigen Monaten haben wir Mitarbeiter unter anderem in WebRTC eingearbeitet um Kunden Applikationen mit Video und Audio Kommunikation und Transfer zu ermöglichen. Dadurch können zum Beispiel Videokonferenzen, Videobearbeitung, Sprachaufnahmen und vieles mehr in Web-Applikationen auf Laravel Basis eingebaut werden.

Website

Weiterhin fand in den letzten Wochen ein kleiner Relaunch unserer Website statt bei dem die Corporate-Identity ausgebaut wurde sowie UI und UX deutlich verbessert wurden. Dadurch können sich Kunden nun besser zurechtfinden und schneller an die entsprechenden Informationen kommen.

Messe

Am 21.09.2017 werden wir am ITandMedia FUTUREcongress in Bielefeld teilnehmen (Stadthalle) und dort über Digitalisierung, neue Arbeitswelten und vieles mehr diskutieren sowie unsere Dienstleistungen und Produkte präsentieren. Wir freuen uns über jeden Besucher am Stand und können bis zu 25 Kunden kostenlos mitnehmen. Dafür kann man sich gerne per E-Mail vormerken. Wir werden am Stand B1 zu finden sein. Außerdem hält unser Geschäftsführer einen Vortrag über Projektmanagement bei IT-Projekten und warum viele IT-Projekte bei KMUs scheitern. Ziel ist es fehlerhafte Herangehensweisen aufzuzeigen und mögliche Alternativen für die Umsetzung von IT-Projekten zu bieten. Dies kann eine neue Infrastruktur, ein Projekt auf Basis eines Frameworks oder ähnliches sein.

Preiskalkulation – Die 5 größten Fehler in IT-Projekten und wie Entscheider sie vermeiden können

Fatale Preiskalkulation am Beispiel eines Kundenportals.

Kennen Sie das auch: Sie werden für ein neues Projekt beauftragt und noch bevor Sie die Hälfte des Projekts geschafft haben, ist das Budget aufgebraucht.

Doch die Verträge sind alle fix. Ab diesem Moment müssen Sie kostenlos arbeiten. Da fragt man sich, was man falsch gemacht hat.

 

Falsche Preiskalkulation

Die Preiskalkulation ist in der IT-Branche eine der komplexesten und nervenaufreibendsten Angelegenheiten. Dies liegt in der Natur der Sache, da viele Aspekte eines solchen Projekts nicht von vornherein abgeschätzt werden können und erst bei der tatsächlichen Durchführung auffallen.

Natürlich ist es einem erfahrenen Projektmanager möglich, einige Hindernisse aus Erfahrung heraus vorherzusehen und die richtigen Rückfragen schon präventiv zu stellen, jedoch ist es unmöglich ein großes Projekt, das über Monate läuft, vorab in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Insbesondere erschweren folgende Aspekte die konkrete Preiskalkulation:

  • Selbst, wenn man am Anfang alles bis ins kleinste Detail besprochen und definiert hat, wünscht der Kunde im Laufe des Projekts immer noch Änderungen. Auch kleine Änderungen können große Auswirkungen auf die komplette Projektplanung haben, wenn mehrere Komponenten der bereits geschriebenen Software davon betroffen sind.
  • Oft ist man auf Drittanbieter angewiesen (APIs, Frameworks, Server-Architektur o.ä.), die durch Fehler, schlechte Dokumentation, unerwartete Updates und anderen Einflussnahmen den Projektplan torpedieren können.
  • Es wird nicht genug Budget und Zeit für die Planung, Beratung und Analyse eingeplant, was dann in der Entwicklung zum Bedarf nach Refactoring und Umplanung führt.
  • Die Details werden nicht genug erörtert. Oft beschreiben Kunden ein Projekt mit 5 Sätzen und denken, dass damit alles klar definiert ist – Jedoch kann man allein zu diesen 5 Sätzen dann meist ohne weiteres das Zehnfache an Rückfragen stellen und ein mehrseitiges Pflichtenheft konzipieren.

Planung

Projektleiter / Kunden wollen meist vorab wissen, wie viel das Projekt kosten wird.

Durch die oben genannten Faktoren ist es für ein Unternehmen aber unmöglich, eine genaue Schätzung des Aufwands zu erstellen. Das führt wiederum dazu, dass bei einem Festpreis die Details genauer definiert werden müssen, um alles abwägen zu können und ein Puffer von 30-40% auf die eigentliche Schätzung aufgeschlagen werden muss.

Da Kunden sich oft Schätzungen von mehreren Unternehmen einholen und ein Pflichtenheft mit viel Arbeit verbunden ist, wird ein gutes Unternehmen dies nicht kostenlos anfertigen und kann infolgedessen auch keinen Fixpreis ohne enormen Puffer nennen.

Man stelle sich vor es melden sich 2 Unternehmen auf ein Projekt.

Es soll eine Kundenplattform erstellt werden, die es den Anwendern ermöglicht, auf Daten des Unternehmens zuzugreifen, Ihre Stammdaten zu konfigurieren und Termine zu vereinbaren.

Eines arbeitet seriös und möchte für ein Pflichtenheft bezahlt werden, Budget in die Planung und Analyse stecken sowie einen guten Puffer für einen Fixpreis einkalkulieren.

Auftragsvergabe

Das andere Unternehmen sagt sofort, dass es das Projekt problemlos umsetzen kann und gibt an, dass alle Anforderungen verstanden wurden. Beide schätzen intern 10.000€ Aufwand, wobei Unternehmen A dann ein Angebot über 14.000€ macht und Unternehmen B über 10.000€, ohne sich weiter Gedanken darüber zu machen.

Wer kriegt dann wohl den Zuschlag?

Meist Unternehmen B. Damit ist die Katastrophe bereits vorprogrammiert, da Unternehmen B meist aus einem der folgenden Gründe so vorgeht:

  • Mangelnde Erfahrung, was sich in einem schlecht konzipierte, kaum wart- und erweiterbaren Projekt widerspiegelt – falls es überhaupt abgeschlossen wird.
  • Fehlende Kunden und entsprechender Druck, einen Auftrag an Land zu ziehen, was keine gute Grundlage für eine Geschäftsbeziehung ist.
  • Es wird von Anfang an eingeplant, dem Kunden später mit Change-Requests und Entwicklungsstopps mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, wie es in der Baubranche auch nicht ganz unüblich ist.

 

Angebotskalkulation IT-Projekte

Denn selbst wenn ein Unternehmen den Fixpreis über 10.000€ zusagt, besteht keinesfalls die Sicherheit, dass das Projekt für das Geld abgeschlossen wird.

Meist leisten Sie eine Anzahlung und Meilensteinzahlungen. Nun stellen Sie sich vor: Sie haben bereits 7000€ bezahlt und es stellt sich heraus, dass das Projekt vielleicht gerade mal zu 50% fertig ist und der Entwickler bestimmt 40% gratis arbeiten müsste, um das Projekt fertigzustellen.

Problembehandlung

Der Entwickler will und wird höchstwahrscheinlich entweder versuchen zu verhandeln oder sich einfach anderen Projekten zuwenden, da auch er Rechnungen zahlen muss.

Gleichzeitig können Sie nicht einfach einem anderen das Projekt geben, da dieser sich

  • einarbeiten muss
  • die komplette Analysephase nochmal durchgehen muss
  • den Code des Vorgängers verstehen und eventuell überarbeiten muss

Dadurch würden die Kosten für das Projekt exponentiell steigen.

Auch vor Gericht wird man in der Realität wenig erreichen können.

Der Entwickler hat meist mehrere Argumentationswege, um sich aus der Vereinbarung rauszuziehen (der Kunde hat durch Umplanungen, falsche Angaben, fehlerhafte Definitionen etc. die initiale Planung unmöglich gemacht oder nicht genug mitgewirkt) und das Projekt würde mit Gutachtern, Anwaltskosten sowie dem Risiko einer gerichtlichen Niederlage noch mehrere Tausend € zusätzlich kosten.

Selbst wenn man gewinnen sollte, würde sich der Prozess über Jahre hinziehen und für den Entwickler voraussichtlich beträchtliche Konsequenzen haben. Dem Projekt ist damit sicher nicht geholfen….

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Cebit Highlights 2017

D!cononmy – No Limits!“. Unter diesem Motto startet die alljährliche CeBIT, die weltweit größte Fachmesse für Informationstechnik, am heutigen Montag auf dem Messegelände Hannover.

Was erwartet sie auf der CeBIT?

Auf die über 200.000 erwarteten Besucher freuen sich dieses Jahr mehr als 3000 Aussteller aus 70 verschiedenen Nationen. Partnerland 2017 ist das höchst technologisch fortschrittliche Japan. Im Zentrum stehen dieses Jahr die Themen: „Digitalisierung und Wirtschaft“ aus denen auch das Motto der Fachmesse entstand. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei das Thema „Datennutzung und Datenverarbeitung“. Die Zielgruppe liegt damit einmal mehr weniger auf Computer Enthusiasten, als auf internationalen Unternehmen und Technologie Begeisterten.

Hier sind einige Highlights der Fachmesse, die sie auf keinen Fall verpassen sollten:

1 – Partnerland Japan

Durch seine immer älter werdende Bevölkerung entschied sich die Regierung von Tokio die „Society 5.0“ Agenda zu starten, um durch fortschrittlichste Technologie den Alltag der Menschen zu erleichtern. Auf der CeBIT wird dies vor allem bei der Robotik deutlich, aber auch Exoskelette für den gesamten Körper, welche den natürlichen Bewegungsapparat unterstützen, werden auf der Fachmesse zur Schau gestellt. Andere lokale Firmen präsentieren Authentifizierungsmethoden durch biometrische Scans, wie sie aus Filmen bekannt sind.

2 – Drohnen

Die Entwicklung der kleinen, aber flinken Fluggeräte nahm in den letzten Jahren rapide zu. Mit hochauflösenden Kameras versehen, autonom Hindernissen ausweichend und noch vielen weiteren Features ist auch auf der CeBIT dieses Feld der neuen Technologien stark vertreten.

In diesem Jahr gibt es sogar einen Drohnenpark, ein Freigelände, in welchem verschiedenste alltägliche Anwendungsbeispiele für eine moderne, intelligente Drohne gezeigt werden. In naher Zukunft könnten diese dann bei großen Problemen an Ölplattformen oder auch Solaranlagen genutzt werden. Die Zielgruppe sind auch hier große Unternehmen, jedoch lohnt es sich für einen Eindruck das Außengelände zu besichtigen.

Im Innenbereich der Messe findet sich ein Areal der „Unmanned Systems & Solutions“, zu Deutsch: Unbemannte Systeme und Problemlösungen. Dort können sich Interessierte mit Fachleuten zum Thema Technik, aber auch rechtlichen Einzelheiten unterhalten.

3 – Digitale Automobile

Die Zukunft kann man hier live erleben. Auf der CeBIT gibt es für Besucher die Möglichkeit, in einem kleinen vollkommen autonom fahrenden Shuttle der Firma IBM herumzufahren. Schon einmal in einem Automobil ohne Lenkrad oder Fahrer gesessen?

Die Welt der Automobile wird in den nächsten Jahren einen großen Umschwung erfahren. Durch modernste Technologien werden selbstfahrende, selbstreagierende Fahrzeuge geschaffen, welche den Alltag erleichtern sollen. Erst kürzlich übernahm die Firma Intel für satte 14.4 Milliarden US Dollar das Start-up Mobileye, welches fortschrittliche Kameratechnik für Roboterwagen herstellt. Eingesetzt werden solche Technologien bereits heute in einigen Teilen der USA und auf der CeBIT bekommt man einen guten Eindruck, was bereits heute alles möglich ist. Der weltweit bekannte Vorreiter Tesla Motors ist ebenfalls vertreten und stellt neue Möglichkeiten der Energieeffizienz vor.

Eine „Weltneuheit“ verspricht VW den Besuchern der CeBIT. Durch Quantencomputer soll es dem Unternehmen bald möglich sein, individuelle Anti-Stau Berechnungen für Millionen von Fahrzeugen in realer Zeit durchzuführen. Dies würde das theoretische Ende aller Staus bedeuten und wäre für große Städte mit massiven Verkehrsproblemen, etwa in China, eine fantastische Zukunftsprognose.

4 – Roboter

Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt auch in diesem Jahr etwas mehr. Durch die technologischen Fortschritte, besonders im Partnerland Japan, gibt es auf dem Gebiet der Robotik und automatisierten Helfern viele neue Dinge zu entdecken.

Zum einen werden neue Errungenschaften auf dem medizinischen Gebiet vorgestellt, etwa intelligente Prothesen welche selbstständig Bewegungen erlernen und erkennen können. Auch das sogenannte kontroverse „Chippen“, das Einpflanzen von digitalen Chips unter die Haut, wird auf der diesjährigen CeBIT behandelt.

Abgerundet wird diese Technologiegruppe mit der Demonstration von Pflege-, sowie Dienstleistungsrobotern, welche den Alltag in Hotels, Altenheimen und weiteren Einrichtungen unterstützen und erleichtern sollen.

5 – Biotechnik

Dass Technologie nicht immer in einem Auto stecken muss, beweist sich auch an der diesjährigen Darstellung einer Gendatenbank. Diese riesige Datenbank arbeitet mit leistungsfähigen und effizienten Algorithmen um Resistenz Schnelltests von organischen Lebewesen, etwa Bakterien auf Antibiotika, durchzuführen.

6 – Fuckup-Nights

Eine persönliche Empfehlung der FoxFire Consulting GmbH ist die sogenannte „Fuckup-Night“, welche in der Scale11-Halle am 20. und 21. März stattfindet.

Hier erzählen Unternehmen von ihren ersten Anläufen in der Wirtschaft und persönlichen Fehlschlägen, welche langfristig zu Misserfolgen und meistens Aufgabe ihrer frühen Unternehmensidee folgten. Gerade für Jungunternehmer, oder Inhaber eines eigenen Start-Ups auf jeden Fall lohnenswert. Die erfahrungsgemäß humorvolle Atmosphäre ist aber auch für allgemein Interessierte wärmstens zu empfehlen. Hier kann man immer etwas mitnehmen!

 

Die CeBIT findet vom 20. bis zum 24. März 2017 statt. Offizielle Website: http://www.cebit.de/

 

FoxFire Consulting

 

Scrum – Projektmanagement der Zukunft

Einführung

Bei Scrum handelt es sich um ein etabliertes Vorgangsmodell aus der IT-Branche das in der Software-Entwicklung entstanden ist und sich mittlerweile zu einem Industrie-Standard entwickelt hat. Dabei besticht Scrum vor allem durch flexbible und moderne Arbeitsabläufe die eine agile Umsetzung von Projekten ermöglichen – dadurch ist Scrum mittlerweile nicht nur bei der Umsetzung von IT-Projekten beliebt sondern konnte sich auch in anderen Branchen, fernab von Software und Codezeilen, etablieren.

Im Kern ist Scrum durch folgende Rollen definiert:

  • Ein Product Owner – dieser entscheidet über die Umsetzung von einzelnen Features und priorisiert einzelne fachliche Anforderungen.
  • Scrum Master – Managed das Projekt und stellt sicher dass die definierten Abläufe sinnvoll eingehalten werden.
  • Team – Setzt das Projekt des Product Owners um.

Bei der Umsetzung werden je nach Definition der Zeitabläufe in regelmäßigen Abständen mit dem Product Owner Arbeitspakete, sogenannte User-Storys, im Backlog eingepflegt. Daraufhin entstehen je nach Priorisierung der einzelnen User-Storys sogenannte Sprints die in einem konkreten Zeitrahmen soweit wie möglich inklusive Dokumentation umgesetzt werden. Dabei können sich User-Storys noch in einzelne Tasks (Unteraufgaben) aufteilen sowie Bugs gesondert eingepflegt werden. Am Ende eines Sprints wird dem Product Owner das erreichte Ergebnisse präsentiert und die bisher erreichte Umsetzung besprochen. Daraufhin ändert sich entsprechend der Backlog durch neue Absprachen und Maßnahmen – Ein neuer Sprint kann jetzt aus den übrigen und neuen Storys und Tasks erstellt werden.

Um Scrum effizient im Organisationsalltag einsetzen zu können empfiehlt es sich dies mit Software-Unterstützung zu tun, dafür bietet sich zum Beispiel mit Jira von Atlassian eine der bekanntesten Lösungen in diesem Bereich an. Die Software ermöglicht unter anderen Scrum Projekte die alle Parts des Scrum Prozesses abbilden zu erstellen und diesen eigene Definitionen und Vorgangsvorgaben einzubauen. Dadurch kann man die Prozesse perfekt auf seine individuelle Organisation anpassen und ist nicht in fest verankerten Vorgaben gefangen, die in dieser Form für die Organisation nicht produktiv sind. Unterm Strich macht die agile Software-Entwicklung ja vor allem die Flexibilität und Einfachheit der Prozesse so attraktiv.

Vorteile von Scrum

Schafft man es alle Mitglieder des Projekts an Bord zu holen und für die Umsetzung mit Scrum zu begeistern kann der Ablauf die Kreativität des Projektteams fördern da im Laufe der Umsetzung immer neue Ideen entstehen die bei den Meetings und Sprint-Sessions mit eingebracht werden können. Weiterhin spart man sich viel Zeit da es in IT-Projekten oft der Fall ist dass der Auftraggeber im Laufe der Umsetzung merkt, dass seine ursprünglichen Vorgaben nicht mehr ganz aktuell sind und seine Meinung in Hinblick auf einzelne Features ändert. Hat man alles von Anfang an bis ins Detail durchgeplant geht dadurch viel Zeit und Geld verloren. Weiterhin kann man sich leichter auf Änderungen der Marktgegebenheiten einstellen.

Grenzen und Nachteile von Scrum

Selbstverständlich kann Scrum genauso wie jeder andere Prozess nicht für einen Erfolg des Projekts garantieren, besonders da alle Teilnehmer den Scrum-Prozess verstehen und sich vollends integrieren müssen um Ihn effizient ausüben zu können. Dies kann man vor allem in alteingesessenen Organisationen, die es schon immer anders gemacht haben, an manchen Stellen nur mit viel Widerstand ändern, was ansonsten im weiteren Verlauf zu einer eingeschränkten Effizienz führt.

Weiterhin ist es auch aus juristischer Sicht oft schwierig in einer Auftraggeber-Auftragnehmer Konstellation, vor allem in Hinblick auf Werkverträge, das Scrum-Modell anzuwenden. Da bei Scrum die Vorgaben deutlich weniger gefestigt sind und das meiste sich im laufe des Projektes ergibt kann bei konkreten Streitfällen und Unstimmigkeiten nur schwerlich festgestellt werden welche Partei im recht ist wenn man dies mit ursprünglichen Vorgehensweisen vergleicht. Hier bietet die juristische Fachliteratur jedoch auch Vorschläge und Vorlagen für Scrum-Projekte.

MVC – Das Konzept für einen flexiblen Systementwurf

Einleitung

Das Model-View-Controller (MVC) Konzept spiegelt den grundsätzlichen Aufbau einer Softwarearchitektur wieder. Durch drei voneinander logisch getrennten Ebenen, vereinfacht es sowohl die programmiertechnische Erstellung von Softwarelösungen, als auch deren spätere Weiterentwicklung, sowie Wiederverwendbarkeit. Heutzutage ist dieses Architekturmuster bei komplexen Softwareprojekten, aufgrund seiner maßgeblichen Vorteile, nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund schauen wir uns im Folgenden die einzelnen Ebenen einmal genauer an.

Model (Modell)

Das sogenannte Model beinhaltet zum einen die Daten in dem Softwaresystem, als auch die für sich selbst geltende Geschäftslogik. Dies bedeutet, dass das Model in Verbindung mit der Datenbank steht, welche die Daten der Software bereitstellt, aber auch die Verarbeitung von eigenen Objekten selber vornehmen kann. Das Model ist grundsätzlich von den anderen beiden Ebenen (View und Controller) unabhängig, da es von ihnen nur angesprochen wird und selbst nur die Daten zur Verfügung stellt.

View (Präsentation)

Die View spiegelt die Sicht des Benutzers wieder. Dieser bekommt von der View die Daten aus dem Model in einer Benutzeroberfläche präsentiert und kann entsprechende Aktionen ausführen, welche dann von der View entgegengenommen werden können. Daher steht die View in enger Verbindung mit dem Model. Da die Aktionen des Benutzers weiter an den Controller geleitet werden, besteht auch eine enge Verbindung zu dem Controller. Dieser ist dann für die weitere Verarbeitung zuständig.

Controller (Steuerung)

Der Controller beinhaltet die technische Logik. Hier befinden sich all jene Methoden, welche für die Verarbeitung der Aktionen des Benutzers zuständig sind. Der Controller verwaltet auch die Views und beschließt wann dem Benutzer welche View angezeigt wird. Er nimmt die Aktionen einer View entgegen und wertet diese aus. Anschließend aktualisiert er die erhaltenen Daten entsprechend für das Model und leitet die weiterführende View ein.

Fazit

Abschließend lassen sich einige Vorteile des Architekturmusters zusammenfassen. Zum einen können sich Programmierer, durch die klar getrennten Ebenen, besser im Programmiercode zurechtfinden. Dies erhöht die Schnelligkeit bei der Bereinigung von Fehlern in der Software, bietet aber auch gleichzeitig die Möglichkeit leichter neue Features einzubinden. Auch Wartungen lassen sich besser vollziehen, da der modulare Aufbau das Abschalten einzelner Komponenten möglich macht, ohne das System im Ganzen dabei zu beeinflussen. Aus diesen Gründen hat sich das Model-View-Controller Konzept nun bereits seit Jahren bewährt und ist  somit ein grundlegender Baustein einer effizienten Softwarearchitektur.

AMD Ryzen – Eine neue Hoffnung für Team Rot?

Am 13. Dezember 2016 stellte die Advanced Micro Devices Cooperation, kurz AMD, in einem ausführlichen Livestream ihre neue CPU Serie: „Ryzen“ vor und veröffentlichte zum ersten Mal konkrete Zahlen und Fakten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Potenzial der neuen CPU Serie und erläutern einige der Features.

Zu Beginn der Präsentation gab AMD, vertreten durch ihren CEO Lisa Sun, einen Überblick über die reinen Hardware Spezifikationen. Jedes Modell der Desktop CPU „Summit Ridge“ wird demnach ausgestattet sein mit:

  • 8 physischen Kernen
  • 16 Threads
  • Taktfrequenzen von mindestens 3.4 Gigahertz pro Kern
  • 20 Megabyte L2 Cache + 8 Megabyte L3 Cache
  • Niedriger Stromverbrauch von maximal 95Watt

Die Werte der neuen CPU sind damit auf jeden Fall im Oberklasse Bereich angesiedelt und für den Bereich Gaming, sowie anspruchsvolle Anwendungen z. B.: 3D Modelle rendern oder Videobearbeitung durchführen mehr als geeignet. AMD veranschaulichte diese Prozesse anhand einiger „Live Demos“ bei dem natürlich ein „Gegner“ nicht fehlen durfte: Der 1100$ i7-6900k der Marke Intel, ebenfalls ausgestattet mit 8 Kernen und 16 Threads.

Im Zuge der Live Vorstellungen, welche meistens minimal zu Gunsten AMDs ausgingen, wurde ein weiterer Aspekt enthüllt. Eine vollständig neue Technologie: AMD SenseMI. Diese besteht aus 5 Features, welche mit der neuen AM4 Plattform eingeführt werden und die CPU optimieren:

  • „Neural Net Prediction“ & „Smart Prefetch“
  • „Pure Power“ & „Precision Boost“
  • „Extended Frequency Range“

Mithilfe der ersten beiden Technologien ermöglicht SenseMI der CPU, mit der Zeit eine Art Gedächtnis zu entwickeln. Leistung soll so bereits zugeordnet und bereitgestellt werden, bevor diese überhaupt notwendig ist, um ein reibungsloses Erlebnis aller Anwendungen zu ermöglichen. Die beiden nächsten Methoden werden von AMD dazu genutzt, die maximale Leistung des CPUs zu erhöhen. Durch „hunderte von Sensoren“ soll es, laut Lisa Sun, ermöglicht werden den Stromfluss in verschiedensten Teilen der CPU innerhalb von Millisekunden anzupassen. Dies würde zu einer enormen Steigerung der Leistung führen, während eine übermäßige Stromzufuhr verhindert wird. In den Live Vorstellungen siegte der vorgestellte Prozessor gegenüber seinem Kontrahenten bereits in dieser Hinsicht (AMDs 95 TDP vs. 140 TDP auf der Intel Seite).

Abgerundet wird der neue Prozessor durch eine, speziell für die Gaming Industrie entwickelte, Technologie: Der neue Chip erkennt, mithilfe der eingebauten Sensoren, wie stark die Wärmeabfuhr in seiner Umgebung ist. Je nach Situation lässt er sich so noch weiter über die eigentlich maximale Frequenz übertakten. Dies wäre vor allem bei Wasserkühlungen in High-End Gaming System vorteilhaft.

Zusammenfassung und Fazit:

Natürlich bemüht sich AMD bei der Vorstellung ihrer neuen CPU Serie um ein positives Erscheinungsbild. Doch selbst wenn man die vielen ausschweifenden Kommentare und Ankündigungen einmal rational wegdenkt, so erkennt man das große Potential der neuen Serie: massivste Leistung kombiniert mit intelligenter, hochmoderner Technik.

Doch auf einen wichtigen Aspekt warten wir bis zum heutigen Tage: Den Preis. Das Vergleichsmodell der Intel Serie kostet im Handel etwa 1100 US-Dollar und ist damit für viele Endnutzer schlichtweg zu teuer. Durch einen vergleichsweise niedrigen Preis von etwa 300-500$ könnte AMD hier einen großen Marktanteil, bestehend aus PC Enthusiasten, Gamern, Entwicklern, sowie Video- und Grafikdesignern für sich gewinnen. Die CPU erscheint aller Voraussicht nach im ersten Quartal des Jahres 2017.

FoxFire Consulting GmbH – IT Consulting & Web Development

Quellen:

Original Livestream: https://youtu.be/4DEfj2MRLtA

AMD.com: http://www.amd.com/en-us

Die Corporate Webseite als Teil der Unternehmensidentität

 

Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne eine eigene Website aus. Eine Corporate Webseite kann eine zentrale Informationsquelle für Kunden aber auch Mitarbeiter werden und sie kann einen tiefen Einblick in das Unternehmen bieten. Diesen Einblick führt zu einer stärkeren Kundenbindung, jedoch nur, wenn, die Webseite entsprechende Qualitätsmerkmale aufweist, denn eine schlecht gestaltete Seite schreckt mehr ab, als es Kunden anzieht..

Unterschätzte Wirkung von Design

Für eine einfache Seite ist keine aufwendige Webentwicklung notwendig, allerdings hinkt hier meist auch das Design hinterher. Dies ist jedoch das Erste, was Besuchern der Seite auffällt und die technische Entwicklung einer Seite ist einfach zu erlernen, Gespür für ein gutes Design leider nicht. Es ist daher sinnvoll, dass man sich gerade im Bezug auf das Design an einen Profi wendet, denn zu oft wird die Wirkung von Farben oder Schriftarten unterschätzt und nicht selten sehen dann Seiten aus, als wäre darauf eine Farbbombe explodiert.

Einheitliche Optik wahren

Für eine Corporate Webseite sollte auch ein Corporate Design entwickelt werden. Farben, Schriften oder Logos finden sich auf sämtlichen Medien, mit denen intern oder extern kommuniziert wird. Briefpapier, Werbegeschenke, Verpackungen und natürlich die Webseite bis hin zur Arbeitsbekleidung haben dadurch ein einheitliches Design und sind damit auch eindeutig Ihrem Betrieb zuzuordnen. Dadurch wird nicht nur der optische Reiz für den Kunden verstärkt, sondern auch die Mitarbeiter können sich besser mit einem Unternehmen identifizieren.

Keine Lügen

Bei der Webentwicklung einer Seite sind nicht nur technische Aspekte wichtig, eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale ist die Richtigkeit der Inhalte. Auch das digitale Papier ist geduldig und nur zu gerne werden Inhalte blumig ausgeschmückt. Gerade der Umweltschutz ist hier zu einem wichtigen Thema geworden, dass gerne von Unternehmen aufgegriffen und als wichtiges Element in der Unternehmenspolitik dargestellt wird. Veröffentlichen Sie solche Ansätze auf Ihrer Corporate Webseite, dann sollte dies auch stimmen und nicht nur ein theoretischer Aspekt sein. Ehrlichkeit gerade im Bezug auf die Informationen, die online zur Verfügung gestellt werden, wissen die Leser und Kunden zu schätzen, während falsche oder kreativ interpretierte Angaben im Netz sehr viel schneller von der Gemeinschaft abgestraft werden, als es bei einem gedruckten Medium der Fall wäre.

Moderne Technologien

Moderne Technologien sind bei der Webentwicklung unverzichtbar, denn verschiedene Services werden von den Benutzern erwartet oder sogar vorausgesetzt. Bookmarks, RSS-Feeds oder die Einbindung von Social-Links sind mittlerweile Standards und bieten für ein Unternehmen die Möglichkeit einerseits seine Reichweite zu erhöhen, andererseits auch besser die Kunden und Nutzer mit Informationen zu versorgen. Einfache Seiten lassen sich mit geringem Aufwand realisieren, Seiten, die technisch auf dem neuesten Stand sind, sollten ebenfalls mithilfe von einem Experten erstellt werden. Hier spielt auch die Optimierung für Suchmaschinen eine große Rolle, denn darüber gelangen überwiegend Benutzer auf eine Seite. Das richtige Setzen von Meta-Tags oder die Unterstützung bei der Indexierung durch Suchmaschinen führt zu einer besseren Bewertung einer Seite. Dies sorgt dafür, dass die Seite bei Suchabfragen an einer besseren Position gelistet wird, wodurch wiederum die Chance größer ist, mehr Besucher für eine Seite zu gewinnen.

Benutzerfreundlichkeit ist keine Option, sondern Pflicht

Die Benutzerfreundlichkeit ist eines jener Qualitätsmerkmale, an denen die meisten Webseiten scheitern. Ein optisch ansprechendes Design ist keine Garantie dafür, dass eine Seite benutzerfreundlich ist. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass Besucher möglichst schnell zu ihren Informationen gelangen und sich nicht durch unzählige Unterseiten klicken müssen. Dies ist besonders bei der Erstellung von Webshops eine Gratwanderung, denn die Angebote sollten gut kategorisiert sein, andererseits beeinträchtigen zu viele Kategorien auch die Übersicht. Bei der Entwicklung einer Corporate Webseite vergessen viele auch, dass mittlerweile, dass die Seiten auch für Smartphones oder Tablets optimiert sein müssen, da anderenfalls die Seite nicht richtig angezeigt wird.