Scrum – Projektmanagement der Zukunft

Einführung

Bei Scrum handelt es sich um ein etabliertes Vorgangsmodell aus der IT-Branche das in der Software-Entwicklung entstanden ist und sich mittlerweile zu einem Industrie-Standard entwickelt hat. Dabei besticht Scrum vor allem durch flexbible und moderne Arbeitsabläufe die eine agile Umsetzung von Projekten ermöglichen – dadurch ist Scrum mittlerweile nicht nur bei der Umsetzung von IT-Projekten beliebt sondern konnte sich auch in anderen Branchen, fernab von Software und Codezeilen, etablieren.

Im Kern ist Scrum durch folgende Rollen definiert:

  • Ein Product Owner – dieser entscheidet über die Umsetzung von einzelnen Features und priorisiert einzelne fachliche Anforderungen.
  • Scrum Master – Managed das Projekt und stellt sicher dass die definierten Abläufe sinnvoll eingehalten werden.
  • Team – Setzt das Projekt des Product Owners um.

Bei der Umsetzung werden je nach Definition der Zeitabläufe in regelmäßigen Abständen mit dem Product Owner Arbeitspakete, sogenannte User-Storys, im Backlog eingepflegt. Daraufhin entstehen je nach Priorisierung der einzelnen User-Storys sogenannte Sprints die in einem konkreten Zeitrahmen soweit wie möglich inklusive Dokumentation umgesetzt werden. Dabei können sich User-Storys noch in einzelne Tasks (Unteraufgaben) aufteilen sowie Bugs gesondert eingepflegt werden. Am Ende eines Sprints wird dem Product Owner das erreichte Ergebnisse präsentiert und die bisher erreichte Umsetzung besprochen. Daraufhin ändert sich entsprechend der Backlog durch neue Absprachen und Maßnahmen – Ein neuer Sprint kann jetzt aus den übrigen und neuen Storys und Tasks erstellt werden.

Um Scrum effizient im Organisationsalltag einsetzen zu können empfiehlt es sich dies mit Software-Unterstützung zu tun, dafür bietet sich zum Beispiel mit Jira von Atlassian eine der bekanntesten Lösungen in diesem Bereich an. Die Software ermöglicht unter anderen Scrum Projekte die alle Parts des Scrum Prozesses abbilden zu erstellen und diesen eigene Definitionen und Vorgangsvorgaben einzubauen. Dadurch kann man die Prozesse perfekt auf seine individuelle Organisation anpassen und ist nicht in fest verankerten Vorgaben gefangen, die in dieser Form für die Organisation nicht produktiv sind. Unterm Strich macht die agile Software-Entwicklung ja vor allem die Flexibilität und Einfachheit der Prozesse so attraktiv.

Vorteile von Scrum

Schafft man es alle Mitglieder des Projekts an Bord zu holen und für die Umsetzung mit Scrum zu begeistern kann der Ablauf die Kreativität des Projektteams fördern da im Laufe der Umsetzung immer neue Ideen entstehen die bei den Meetings und Sprint-Sessions mit eingebracht werden können. Weiterhin spart man sich viel Zeit da es in IT-Projekten oft der Fall ist dass der Auftraggeber im Laufe der Umsetzung merkt, dass seine ursprünglichen Vorgaben nicht mehr ganz aktuell sind und seine Meinung in Hinblick auf einzelne Features ändert. Hat man alles von Anfang an bis ins Detail durchgeplant geht dadurch viel Zeit und Geld verloren. Weiterhin kann man sich leichter auf Änderungen der Marktgegebenheiten einstellen.

Grenzen und Nachteile von Scrum

Selbstverständlich kann Scrum genauso wie jeder andere Prozess nicht für einen Erfolg des Projekts garantieren, besonders da alle Teilnehmer den Scrum-Prozess verstehen und sich vollends integrieren müssen um Ihn effizient ausüben zu können. Dies kann man vor allem in alteingesessenen Organisationen, die es schon immer anders gemacht haben, an manchen Stellen nur mit viel Widerstand ändern, was ansonsten im weiteren Verlauf zu einer eingeschränkten Effizienz führt.

Weiterhin ist es auch aus juristischer Sicht oft schwierig in einer Auftraggeber-Auftragnehmer Konstellation, vor allem in Hinblick auf Werkverträge, das Scrum-Modell anzuwenden. Da bei Scrum die Vorgaben deutlich weniger gefestigt sind und das meiste sich im laufe des Projektes ergibt kann bei konkreten Streitfällen und Unstimmigkeiten nur schwerlich festgestellt werden welche Partei im recht ist wenn man dies mit ursprünglichen Vorgehensweisen vergleicht. Hier bietet die juristische Fachliteratur jedoch auch Vorschläge und Vorlagen für Scrum-Projekte.

1 Antwort

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