Woran erkenne ich einen guten Software-Dienstleister?

Der weltweite Trend zur Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse schreitet unaufhörlich voran. Auch in Deutschland, das zuweilen in dieser Hinsicht eher schläfrig wirkt, wächst das Verständnis dafür. Immerhin haben bereits 2013 nach einer Studie von Deloitte 73% der kleinen und mittelständischen Unternehmen die große Bedeutung davon erkannt. Wie an den übrigen 27% unschwer zu erkennen ist, gibt es aber offenbar immer noch Vorbehalte, besonders in traditionelleren Branchen wie dem Baugewerbe, wo nur 33% der Unternehmen die Wichtigkeit der Digitalisierung sahen. Und auch insgesamt ist die tatsächliche Umsetzung erheblich weniger vorangeschritten als die Erkenntnis, dass ein Wandel notwendig ist. So attestierte der Wirtschaftsindex DIGITAL im Jahr 2015 der deutschen Wirtschaft gerade einmal 49 von 100 Punkten, dem Mittelstand sogar nur 46.

Als vorrangige Ursache ist eine hohe Risikoaversion zu beobachten. Unternehmen nennen Themen wie Datenschutz und IT-Sicherheit, Kosten und Wissensmangel als größte Faktoren, aber auch Infrastruktur und Strategie werden als Hemmnisse für eine zügige Digitalisierung genannt. Diese Vorbehalte sind verständlich und werden nicht durch den allzu üblichen Spott über den IT-Standort Deutschland aus dem Weg geräumt.

Bei Foxfire Consulting helfen wir Unternehmen täglich, Risiken korrekt einzuschätzen, Wissenslücken zu schließen und den digitalen Wandel zu meistern. Transparenz und kompetente Beratung sind dabei höchste Priorität. Diese stellen wir nicht nur im Rahmen von Projekten zur Verfügung, denn wir sind überzeugt, dass frei verfügbares Wissen am Ende allen zugutekommt.

Heute wollen wir Ihnen 5 Kriterien mit auf den Weg geben, um gute Software-Dienstleister zu erkennen, damit ihr nächstes Projekt ein voller Erfolg wird.

1. Er hört zu und nimmt Ihre Bedenken ernst

Es ist leider eine weit verbreitete Eigenschaft in der IT, grundsätzlich davon auszugehen, dass der Kunde nicht versteht, was er braucht oder will. Zugegeben, diese Einstellung mag in der Praxis nicht selten durch Phänomene wie das XY-Problem bestätigt werden, doch allzu gerne neigen IT-Experten dazu, bei der  “Optimierung” der Kundenvorstellungen über’s Ziel hinauszuschießen. Wichtige Bedenken und Denkanstöße fallen dabei schnell unter den Tisch. Ein kompetenter IT-Dienstleister ist sich seiner Rolle als Berater vollstens bewusst und hat als höchstes Ziel, Ihre Vorstellungen bestmöglich umzusetzen.

2. Er zeigt Ihnen mehr als einen möglichen Weg auf

Nicht selten gibt es bei der Planung und auch während der Umsetzung eines Projekts alternative Wege. Jeder dieser Wege geht für gewöhnlich mit Vor- und Nachteilen für unterschiedliche Stakeholder einher. Viele Dienstleister nennen Ihnen ausschließlich den für sie vorteilhaftesten Weg — welcher schnell zum für Sie teuersten Weg wird.

Ein transparenter IT-Dienstleister legt Ihnen alle diese Optionen verständlich dar und versetzt Sie in die Lage, zwischen ihnen abwägen zu können. Schließlich geht es um Ihr Projekt. Sie tragen die Verantwortung, Sie wissen, was am Besten für Ihr Unternehmen ist und wo die Reise hingehen soll. Also sollten Sie auch die wichtigen Entscheidungen treffen können.

3. Er bezieht Sie während des gesamten Projekts mit ein

Noch schlimmer als Optionen zu verschweigen, ist das Verschweigen der Entscheidung selbst. Leider erlebt man es viel zu häufig, dass wichtige Entscheidungen von Entwicklern oder anderen Beteiligten getroffen werden, ohne dass Stakeholder darüber informiert werden. Zum Problem wird das oft erst Monate später, wenn die Auswirkungen der Entscheidung zum Tragen kommen — also dann, wenn es üblicherweise bereits zu spät ist und eine Kurskorrektur erheblichen Mehraufwand bedeutet. Oder kennen Sie die Situation, wenn Sie ständig bei Ihrem Partner nachhaken müssen, wie es um das wichtige Projekt steht, von dem Ihr Unternehmenserfolg abhängt?

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit setzt Vertrauen voraus, in beide Richtungen. Ihr IT-Partner muss Ihnen zutrauen, mit wichtigen Informationen und Entscheidungen zum Projekt umgehen zu können. Auf der anderen Seite muss er dafür Sorge tragen, dass Sie ihm vertrauen können. Das funktioniert nur, wenn er Sie von sich aus auf dem Laufenden hält und in alle wichtigen Aspekte des Projekts einbezieht.

4. Er geht proaktiv auf Risiken ein

Der 3. Punkt gilt ganz besonders, wenn es um Risiken geht. Nicht jedes kleinste technische Detail muss stundenlang ausdiskutiert werden, aber es gibt Erkenntnisse, die über den Erfolg eines Projekts oder gar Ihres Unternehmens entscheiden können. Stellen Sie sich vor, Sie sind sich sicher, alle rechtlichen Eventualitäten Ihres neuen Lagersystems bedacht zu haben und teilen dies Ihrem IT-Partner mit. Dieser stellt aber während des Entwicklungsprozesses fest, dass die Speicherung bestimmter Daten der Lagermitarbeiter datenschutzrechtlich bedenklich ist und erneut abgesichert oder schlimmstenfalls vermieden werden muss. Ein risikobewusster IT-Dienstleister ignoriert diesen Fund nicht, auch wenn es streng genommen nicht in seine Zuständigkeit fällt. Er setzt Sie trotz Ihrer vorherigen Abklärung darüber in Kenntnis. Schlimmstenfalls wurde dieselbe Frage doppelt abgesichert, bestenfalls wurden Ihnen potenziell Strafzahlungen in Millionenhöhe erspart.

Auch in der besten Projektplanung können Dinge übersehen worden sein. Ein erfahrener Dienstleister ist sich dessen bewusst und achtet besonders auf derartige Risiken, ganz besonders wenn es um Datenschutz und IT-Sicherheit geht.

5. Er sorgt dafür, dass Sie Ihr Projekt zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich verstehen

Die beste Transparenz und Fachexpertise helfen nicht viel, wenn Sie Ihren Projektpartner schlichtweg nicht verstehen. Gerade Softwareentwickler neigen dazu, in Fachchinesisch zu sprechen. Die Art der Kommunikation unterscheidet einen Experten von einem Berater. Ein Berater versteht nicht nur selbst sein Fachgebiet, er versetzt Sie in die Lage, es im Rahmen des Projekts zu verstehen. 

Nur wenn Sie Ihr Projekt vollumfänglich verstehen, können Sie Entscheidungen sachgerecht treffen und letztendlich Ihrem Partner vertrauen, dass er diese gemäß Ihren Erwartungen umsetzt. Und dann steht dem Projekterfolg auch nichts mehr im Weg.

Autor

Dieser Artikel wurde von Nico Büker geschrieben. Nico ist seit Jahren Senior Software Engineer bei Foxfire Consulting. Er entwirft Software Architekturen, setzt diese in wartbarem und skalierbaren Code um interessiert sich vor allem für Infrastruktur, DevOps und Security Technologie. Nico liebt außerdem Alpakas.

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